Der Hering
(D 2004), Regie: Tromla, Lukas Goldbach, Ulrike Donnier u.v.a.) 120 min.

Plakat

 
Der Saarbrücker Künstler Tromla, in der Kinowerkstatt kein Unbekannter und immer willkommen, stellt die trashige Parodie und Saarbrücker Antwort auf „Herr der Ringe“ vor: „Der Hering“. Der Regisseur Tromla selbst und viele Akteure werden bei dieser St. Ingberter Premiere anwesend sein und zur Party bereit stehen.
Der Film spielt im Diskomilieu: Allerhand saarländisch sprechende Extremcharaktere wollen den okkulten „Hering“ an sich reissen. Ein Fisch, der Macht über die ganze Welt in sich birgt. Und ausgerechnet der total verpeilte Bodo soll mit seinem verkifften Slacker-Kumpel Sam den Fisch in Sauris Pfanne bringen, denn dann wäre der Spuk endlich vorbei. Die Lage scheint hoffnungslos, doch da taucht auf einmal Golda, die weibliche Antwort auf den „Gollum“ auf! Neben der obskuren Story ist der Film auch eine Parodie auf die Techno- und Houseszene - allerhand Freaks erscheinen und verschwinden wieder.

Info zu TROMLA: Meist sieht man ihn nachts. Beim Trommeln im Saarbrücker Studenten-Club
„blau“ oder mit der Band „Reaktor“. Eigentlich kommt der 29-jährige Tromla alias Christoph Hans aus Hassel, in der Kinowerkstatt hatte seine Live-Schlagzeugperformance zur „West-Side-Story“ Premiere. Mit dreizehn stand er zum ersten Mal auf der Bühne, damals noch als Schlagzeuger im klassischen Orchester. Nach dem Fachabitur trommelte und verdiente er sein Geld in einer Tanz- und Unterhaltungsshowband. Spielte hier und dort in Orchestern, machte Black Music, zeichnete Comics und drehte Kurzfilme. In seinem ersten Spielfilm „Der Hering“ beschäftigt sich der vielseitige Trash-Künstler mit den Abgründen der hedonistischen Feierkultur: Besoffene, Verdrogte, Depressive, vorsichhinplappernde Dauertänzer - eben das komplette Personenkarusell einer rundum gelungenen Houseparty wird gezeigt.

zu lesen auf http://www.reaktor-musik.de/Html/tromla.htm:

Tromla, im bürgerlichen Leben T.R.O.M.L.A. kam am 5.Januar 1975 in St.Ingbert mit zwei Trommelstöcken zur Welt. Nach der musikalischen Früherziehung und der Trommelschule brach er seine Lehre zum Schlagerzeuger arhythmisch ab, um dies fortan mit sämtlichen Konventionen zu tun. Er gewann den Schlag-Award für reinsten Naturklang und lebt wo er gefällt.