Letters to the President

Regie: Petr Lom. Kanada, Iran 2009, 74 Min.

Regie: Petr Lom. Kanada, Iran 2009, 74 Min. 
Die Iraner haben seit Ahmadinedschads Amtsantritt 2005 zehn Millionen Bitt-Briefe an den obersten Diener des Volks geschickt. "Letters to the President" zeigt, wie Irans Präsident die Massen manipuliert.
Die Iraner haben seit dessen Amtsantritt 2005 laut offiziellen Angaben zehn Millionen Briefe an den obersten Diener des Volks geschickt. Jeder will einen kennen, dem der Präsident geantwortet hat. Manchen in Not Geratenen habe er mit Darlehen geholfen, sagen die Leute. Das muss er auch, denn unter seiner Regierung blüht die Korruption, während die Wirtschaft am Boden liegt und die Inflation wuchert. Die Leute sehen für ihre Kinder keine Zukunft, das Fleisch ist viel zu teuer.
 
Der Film zeigt das Zentrum, das der Präsident hat einrichten lassen, um all die Briefe zu bearbeiten. Als Sachbearbeiter fungieren treue Töchter und Söhne der Revolution, die stolz sind, sich hier aufopfern zu dürfen. Es ist viel Arbeit, und sie belastet. Denn an diesem Ort offenbart das iranische Volk seine Sorgen, von denen es im Überfluss zu haben scheint. "Letters to the President" macht deutlich, dass das Hauptziel dieser Einrichtung, zu der auch ein Call Center gehört, die Propaganda ist. Er zeigt die Arroganz mancher Mitarbeiter und die Verzweiflung der Leute, die mit leeren Händen wieder gehen. Es kommen Menschen zu Wort, die vergeblich auf Antworten warten.
 
Während auf dem Land der Stern des Präsidenten trotzdem hell strahlt, wissen die Teheraner Bescheid. Sie lassen sich von Ahmadinedschad nicht hereinlegen, manche äußern sogar unverhohlen Hass auf die Theokratie und Häme über deren idiotische Vorstellungen vom richtigen Leben.


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Eröffnungsfilm: Black Swan

Alle Augen richten sich vom 1.- 11. September 2010 wieder auf die Lagunenstadt Venedig. Denn dann findet das 67. Internationale Filmfestival von Venedig statt. Neben dem Filmfestival im französischen Cannes und der Berlinale in Deutschlands Hauptstadt gehört das Festival am Lido zu den wichtigsten Filmfestspielen der Welt.
Der amerikanische Regisseur, Produzent und Drehbuchautor Quentin Tarantino leitet in diesem Jahr die Jury in Venedig. Tarantino, der im Jahr 2004 auch die Jury-Präsidentschaft in Cannes innehatte, wurde für die Position als "einer der wichtigsten Schöpfer des zeitgenössischen Kinos" ausgewählt. Der Filmregisseur und Produzent John Woo ("Mission Impossible") erhält den Goldenen Löwen für sein Gesamtwerk. Dem 1946 in China geborenen Woo sei es gelungen, Inszenierungskunst und Schnitt zu revolutionieren und das Genre des Actionfilms im höchsten Grad zu stilisieren, heißt es in der Begründung. Dies sei Woo sowohl in Asien wie auch in Hollywood gelungen.