Als FILM DES MONATS Februar 2012 zeichnet die Jury der Evangelischen Filmarbeit "Der Junge mit dem Fahrrad" (Belgien/Frankreich/Italien 2012) aus, den neuen Film von Jean-Pierre und Luc Dardenne, der am 9. Februar von Alamode Film (Vertrieb: Die Filmagentinnen) ins Kino kommt. In der Begründung heißt es: "Ein von seinem Vater verlassener Junge findet Zuwendung dort, wo er sie gar nicht erwartet hat, bei einer Fremden (Samantha), deren Menschlichkeit im Kontrast wie aus dem Märchen – oder dem Kino erscheint. Samanthas Fürsorge ist ein elementarer humaner Impuls, dem sie folgt, ohne dass dies psychologisch erklärt wird. Wenn der Film der Verlässlichkeit familiärer Bindungen misstraut, so will er dennoch keine Welt ohne Hoffnung zeichnen."
Die diesjährigen 16. Französischen Filmtage gingen am Montag, den 6. Februar mit dem Filmspaß "8 Frauen" von François Ozon und einer anschließenden kleinen Finissage zu Ende. Der Generalkonsul Monsieur Cerf gab uns durch seinen Besuch erneut die Ehre und war hocherfreut über die ausverkaufte Vorstellung und den Erfolg der Filmtage. Das besondere an "8 Frauen": Catherine Deneuve und Isabelle Huppert, denen die Filmtage in diesem Jahr gewidmet waren, spielen zusammen (und gegeneinander) in einem Film.
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"Junge mit dem Fahrrad" ist Film des Monats
Als FILM DES MONATS Februar 2012 zeichnet die Jury der Evangelischen Filmarbeit "Der Junge mit dem Fahrrad" (Belgien/Frankreich/Italien 2012) aus, den neuen Film von Jean-Pierre und Luc Dardenne, der am 9. Februar von Alamode Film (Vertrieb: Die Filmagentinnen) ins Kino kommt. In der Begründung heißt es: "Ein von seinem Vater verlassener Junge findet Zuwendung dort, wo er sie gar nicht erwartet hat, bei einer Fremden (Samantha), deren Menschlichkeit im Kontrast wie aus dem Märchen – oder dem Kino erscheint. Samanthas Fürsorge ist ein elementarer humaner Impuls, dem sie folgt, ohne dass dies psychologisch erklärt wird. Wenn der Film der Verlässlichkeit familiärer Bindungen misstraut, so will er dennoch keine Welt ohne Hoffnung zeichnen."
Der 7. Februar ist der erste Dienstag im Monat: Jour Fixe in der Kinowerkstatt! Alle Freunde und am Programm Interessierte sind am 7. Februar um 19:30 Uhr in die Kinowerkstatt, Pfarrgasse 49, eingeladen. Was steht in den nächsten Wochen auf dem Programm? Welche neuen Vorschläge oder Angebote gibt es? Wer weitere Vorschläge für das Programm hat, bezw. an einer Zusammenarbeit mit der Kinowerkstatt interessiert ist, ist recht herzlich eingeladen.
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Filmtage-Finissage
Die diesjährigen 16. Französischen Filmtage wurden am Montag, den 6. Februar mit dem Filmspaß "8 Frauen" von François Ozon und einer anschließenden kleinen Finissage beendet. Der Generalkonsul Monsieur Cerf gab uns durch seinen Besuch erneut die Ehre und war hocherfreut über die ausverkaufte Vorstellung und den Erfolg der Filmtage. Das besondere an "8 Frauen": Catherine Deneuve und Isabelle Huppert, denen die Filmtage in diesem Jahr gewidmet waren, spielen zusammen (und gegeneinander) in einem Film.
Die diesjährigen Französischen Filmtage vom 3. - 6. Februar 2012 stehen im Zeichen zweier großer französischer Filmschauspielerinnen: Catherine Deneuve und Isabelle Huppert. Die Schirmherrschaft hat wieder der Generalkonsul der Französischen Republik für das Saarland Philippe Cerf übernommen. Das Programm wurde
zusammengestellt in Zusammenarbeit mit dem Romanistischen Institut der Universität des Saarlandes und dem Institut d'Études Françaises, Saarbrücken. Vielen Dank für die Unterstützung. Eröffnet wurden die 16. Französischen Filmtage am Freitag, den 3. Februar, mit der spritzigen Sozialkomödie "Potiche" (Das Schmuckstück) von François Ozon, Vorlage (Theaterstück): Pierre Barillet, Jean-Pierre Grédy, mit Catherine Deneuve, Gérard Depardieu, Fabrice Luchini, Jérémie Renier, Karin Viard.
Bis einschließlich Montag werden insgesamt sieben Filme gezeigt.
..stell die Weichen für unsere Zukunft: Mitgliederversammlung!
Hiermit ergeht herzliche Einladung zur Mitgliederversammlung
am Freitag, 27. Januar 2012, 19:30 Uhr, im Kino (Juz), Pfarrgasse 49. Tagesordnung: (klicke unten auf mehr)
Im Anschluss wird ein Überraschungsfilm (bei freiem Eintritt für die Mitglieder) gezeigt.
Max Ophüls Preis geht an MICHAEL von Markus Schleinzer
Markus Schleinzer ist mit seinem Film MICHAEL der große Gewinner des 33. Filmfestivals Max Ophüls Preis. Auszug aus der Jurybegründung für die Vergabe des mit 18.000 Euro dotierten Max Ophüls Preises an den Österreicher: "MICHAEL eröffnet dem Zuschauer die Täterperspektive eines unglaublichen Verbrechens. Mit nüchterner Forensik zeigt er die Seelenlandschaft des Unbegreiflichen und Verwerflichen." DIE UNSICHTBARE und MARY & JOHNNY erhielten jeweils eine lobende Erwähnung.
Die Preise 2012
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Die diesjährigen Französischen Filmtage vom 3. - 6. Februar 2012 stehen im Zeichen zweier großer französischer Filmschauspielerinnen: Catherine Deneuve und Isabelle Huppert.
Filmfestival Max Ophüls Preis 2012 vom 16. - 22. Januar 2012
Gabriella Bandel und Philipp Bräuer sind zufrieden.
Saarbrücken - Das Nachwuchsfilmfestival Max Ophüls Preis wurde am Dienstag, den 16. Januar mit dem Psychodrama «Die Summe meiner einzelnen Teile» von Hans Weingartner eröffnet.
Eine Woche Ausnahmezustand neigt sich jetzt dem Ende entgegen. Den Höhepunkt bildet die Bekanntgabe der diesjährigen Preisträger am Samstagabend. Dann heißt es für Filmschaffende, Fans und Veranstalter: Auf Wiedersehen im nächsten Jahr!
In diesem Jahr bestach die hohe Qualität der Wettbewerbsfilme, ob Kurz-, Spiel-, oder Dokumentarfilm. Allen voran die Langfilme haben kaum noch etwas von verwackelten Amateuraufnahmen. Aktuell, politisch und mutig wie selten kamen viele Streifen der Nachwuchsfilmer daher. 16 „Spielfilme in abendfüllender Länge“ gilt es von der Jury zu bewerten, bevor der Gewinner des diesjährigen Max Ophüls Preises am Samstag verkündet wird. Die Preisverleihung findet um 20.00 Uhr in der Saarbrücker Congresshalle statt. Bei der anschließenden Filmparty sorgen die DJs dafür, dass die vom langen Sitzen in Kinosesseln müde gewordenen Glieder wieder gelockert werden. Aber halt! So ganz abgeschlossen ist damit das diesjährige Filmfestival Max Ophüls Preis noch nicht. Denn auch am Sonntag kann man die Kinobank drücken. Wer also einen Film verpasst hat oder seinen Lieblingsstreifen noch einmal sehen möchte, kann mit dem Sonntagspass bis zu fünf Filme schauen.(sr-online.de)
timetable als pdf
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Die diesjährigen Französischen Filmtage vom 3. - 6. Februar 2012 stehen im Zeichen zweier großer französischer Filmschauspielerinnen: Catherine Deneuve und Isabelle Huppert.
New York: Regiepreis für Dokumentarfilm "Das geht nur langsam"!
Gabi Heleen Bollingers Dokumentarfilm "Das geht nur langsam" über das Skulpturenprojekt "Straße des Friedens" des St. Wendeler Bildhauers Leo Kornbrust hat beim New Yorker International Independent Film & Video Festival einen Regiepreis und einen Preis für die beste biografische Recherche gewonnen. "Es geht nur langsam" ist als DVD in der Kinowerkstatt erhältlich.
(2.12..2011).
Wie die Berlinale aktuell mitteilt, wird der britische Regisseur Mike Leigh Jury-Präsident der 62. Internationalen Filmfestspiele Berlin. Mike Leigh hat sich in seiner knapp 40-jährigen Filmkarriere als einer der herausragendsten Filmemacher des Autorenkinos und Protagonisten des New British Cinema profiliert. Zu seiner besonderen Herangehensweise gehört, den Schauspielern in Improvisationen viel Raum für die Entwicklung ihrer Charaktere zu lassen. Leigh zeigt wirklichkeitsnahe, ungeschminkte und dennoch humorvolle Portraits der britischen Gesellschaft. Seine Filme wurden mit zahlreichen internationalen Preisen ausgezeichnet. Im Wettbewerb der Berlinale war er 2008 mit seiner Komödie "Happy-Go-Lucky" vertreten, Hauptdarstellerin Sally Hawkins gewann mit dem Film den Silbernen Bären für die Beste Darstellerin. Für seinen letzten Film "Another Year" gab es eine Oscar-Nominierung.
Diese Frau schrieb Filmgeschichte: Sigourney Weaver war dank „Alien“ die erste Actionheldin auf der Kinoleinwand (Artikel in der SZ vom 9.12.2011)
New York. Sigourney Weaver hat sich als erste Actionheldin überhaupt einen Platz in der Filmgeschichte gesichert. Ein Erfolg, den sie ihrem Auftritt als kampferprobte Astronautin Ellen Ripley in Ridley Scotts Kultfilm „Alien“ verdankt. Doch auch mit ernsten Stoffen
vermag die wandelbare Schauspielerin zu punkten: 1988 war sie für ihre Darstellung der Forscherin Dian Fossey in „Gorillas im Nebel“ für einen Oscar nominiert. In dem hochgelobten Drama „Snow Cake – Der Geschmack von Schnee” spielte sie an der Seite von Alan Rickman eine Autistin. „Snow Cake" läuft heute um 22.25 Uhr auf 3sat!
24. Europäischer Filmpreis: Von Triers „Melancholia“ gewinnt
Lars von Triers Drama „Melancholia“ hat den Europäischen Filmpreis gewonnen. Die Briten Tilda Swinton und Colin Firth sind als beste Schauspieler geehrt worden.
„Melancholia“ war mit acht Nominierungen der große Favorit. Der Film inszeniert das Ende der Welt als intimes Drama über zwei unterschiedliche Schwestern, die ein auf die Erde zurasender Planet zwingt, Bilanz zu ziehen. Auch das britische Historiendrama „The King’s Speech“ von Regisseur Tom Hooper wurde am Samstagabend bei der Gala in Berlin mit drei Preisen geehrt. Oscarpreisträger Colin Firth wurde für seinen Part als stotternder König in „The King’s Speech“ ausgezeichnet.
Europäischer Filmpreis 2011 - heute , Sonntag, um 22:35 Uhr bei ARTE.
An diesem Wochenende wurden im Berliner Tempodrom die diesjährigen Europäischen Filmpreise (EFA Awards) vergeben. Neben den Besten des europäischen Kinojahres 2011 wird dort in diesem Jahr der britische Regisseur Stephen Frears für sein Lebenswerk geehrt. Die festliche Preisverleihung wird wieder von Anke Engelke moderiert.
Der deutsche Kulturstaatsminister Bernd Neumann begrüßte vor der Verleihung Pläne der EU-Kommission, die Ausgaben im Bereich Kultur und Medien von 2014 bis 2020 um 37 Prozent auf insgesamt 18,8 Milliarden Euro zu erhöhen. "Dieses wird auch den Aktivitäten für den europäischen Film zugutekommen", teilte Neumann mit. Er unterstrich die Bedeutung der Kultur für die Identität eines geeinten Europas. "Kultur ist die Quelle der Kreativität; und gerade in einer Krise sind wir auf diese angewiesen."
Neben "Melancholia" sind im Rennen um den Preis als bester Spielfilm auch Aki Kaurismäkis Tragikomödie "Le Havre" und Tom Hoopers "The King's Speech" mit Colin Firth in der Hauptrolle. Chancen haben außerdem das Sozialdrama "Der Junge mit dem Fahrrad" der belgischen Brüder Jean-Pierre und Luc Dardenne, "In einer besseren Welt" der dänischen Regisseurin Susanne Bier und der Schwarz-Weiß-Stummfilm "The Artist" des Franzosen Michel Hazanavizius.
Über die Filmpreis-Gewinner entscheiden die 2.500 Mitglieder der Europäischen Filmakademie. Die Höhepunkte der Verleihung werden heute, Sonntag, um 22.35 Uhr auf Arte ausgestrahlt.
Die Entdeckung der Chauvet-Höhle war 1994 eine Sensation: In ihren Kammern fanden sich bis zu 32.000 Jahre alte Wandbilder - die ältesten bekannten figürlichen Darstellungen der Menschheit. Werner Herzog erhielt eine exklusive Dreherlaubnis. Am 3. November kommt seine 3D-Produktion 'Die Höhle der vergessenen Träume' in die deutschen Kinos - und demnächst auch zu uns. Das ARD - Kulturmagazin "Titel Thesen Temperamente" brachte einen ausführlichen Filmbericht und spricht von einer "faszinierenden Exkursion in die Welt der Höhlenforscher".
Außerdem gibt es mittlerweile Pädagogische Begleitmaterialien zu dem Film, sie sind als PDF downloadbar...
Es geht los! Das neue Kinowerkstatt - Filmkolleg mit sorgfältig ausgesuchten Meisterwerken aus SCIENCE - FICTION, HORROR, EROTIK startet heute, Mittwoch, den 26. Oktober, um 19:30 Uhr mit Stanley Kubricks "2001 - ODYSSEE IM WELTRAUM", in der Originalfassung noch einmal am Freitag, den 28. Oktober, um 19 Uhr, zu sehen. „Es ist der Science-Fiction-Film der Superlative. Seine bahnbrechende Kameratechnik beeinflusste moderne Special Effects", so James Cameron, "Titanic", "Avatar" - Regisseur. Präsentiert wird das Filmkolleg in Zusammenarbeit mit der VHS St. Ingbert, Saarlandmedien und dem Kinowerkstattverein.
Filmexperte Matthias Ziegler behandelt die drei Genres Science-Fiction, Horror und Erotik anhand ausgewählter internationaler Meisterwerke wie Stanley Kubricks "2001 - Odyssee im Weltraum", "Mad Max2", "Blade Runner - final Cut", "Alien", "Shining", "The Others", "Shutter Island", "Eyes Wide Shut", "Intimacy" und "Sea of Love".
Anhand ausführlicher Filmbesprechungen zu jedem Film geht es darum, die besonderen Elemente der jeweiligen Genres kennenzulernen. Auch wenn man einzelne Filme schon einmal gesehen hat, erfährt man noch viel Neues. Informationen zu den Teilnahmegebühren gibt es in der Kinowerkstatt (Tel. 06894 36821), hier kann man sich auch anmelden entweder telefonisch oder per e-mail: kinowerkstatt@gmx.de. Die Kollegabende können auch einzeln besucht werden. Zu den Einzelabenden zu 6 Euro ist keine Anmeldung nötig!
"das geht nur langsam" - Leo Kornbrust zu Gast in der Kinowerkstatt: Mo. 18 Uhr
Noch einmal zeigen wir auf vielfachen Wunsch den Film "Das geht nur langsam" von Gabi Heleen Bollinger. Der Bildhauer Leo Kornbrust ist anwesend.
Von St. Wendel bis zum Bostalsee kann man entlang einer 17 km langen Open-air-Galerie Beispiele der zeitgenössischen Kunst erleben: Die Straße der Skulpturen. Die ungewöhnlich reizvolle Landschaft in Kombination mit den Skulpturen bietet dem Wanderer ein außergewöhnliches Erlebnis.
Den Anfang der Skulpturenstraße bildete das Bildhauersymposion auf der Höhe zwischen St. Wendel und Baltersweiler, das in den Jahren 1971/72 stattfand. Bei diesem wurden insgesamt 14 Skulpturen von 15 Künstlern aus sechs Ländern geschaffen. Initiator ist der aus St. Wendel stammende Künstler Leo Kornbrust.
Mittlerweile haben viele Künstler aus dem In- und Ausland insgesamt 58 Arbeiten geschaffen. Darunter waren einige vergängliche Objekte und auch Museumsobjekte, die nicht mehr zu sehen sind. Die Skulpturenstraße wurde bis zum Peterberg ausgedehnt.
Die Idee einer Skulpturenstraße als völkerverbindende Friedensstraße geht zurück auf den aus Polen stammenden Künstler Otto Freundlich, der bereits in den 30er Jahren von einer solchen träumte. Otto Freundlich konnte seine Idee leider nicht mehr verwirklichen. Zur Zeit des Nationalsozialismus wurde er als Jude 1943 verhaftet und ins Konzentrationslager Majdanek gebracht, wo er noch im selben Jahr starb. Ihm ist die Skulpturenstraße in St. Wendel gewidmet. Am Ausgangspunkt der Skulpturenstraße an der Basilika in St. Wendel würdigte Leo Kornbrust auf seiner Skulptur »Pyramide« mit einem Text »Voie de la fraternité et solidarité humaine« den bedeutenden Bildhauer und Maler Freundlich.
Leo Kornbrust gab die Idee, eine völkerverbindende Straße der Skulpturen zu schaffen, nicht auf. Ein Leader-Programm im Landkreis St. Wendel ermöglichte ihre Fortsetzung: Durch die Integration anderer Bildhauersymposien sowie durch die Schaffung weiterer Skulpturen durch internationale Künstler, wird eine Straße mit Bildhauerarbeiten zwischen der Normandie in Frankreich und Moskau entstehen. Diese Skulpturen sollen somit zu einem Symbol des Friedens werden.
Im Saarland gehören bisher neben der »Straße der Skulpturen« in St. Wendel das Stahlbildhauersymposion in Dillingen/Saar, das Projekt »Steine an der Grenze« bei Merzig sowie die Marmorplastik »Wellen des Lebens« an der Europäischen Akademie Otzenhausen zur Straße des Friedens. In Polen wurde eine Skulptur in der Stadt Slupsk, einst die deutsche Stadt Stolp und Geburtsstadt von Otto Freundlich, aufgestellt. Weitere Projekte in Deutschland, Frankreich, Belgien, Luxemburg, Polen und Russland wurden einbezogen.
Vor rund vier Jahren begannen die Planungsarbeiten zur Umnutzung der alten Baumwollspinnerei in St. Ingbert, die von Mitte der 60er bis zu den 90er Jahren in einen Dornröschenschlaf gefallen war. Jetzt geht es endlich wieder voran: Aus der Alten wird die Neue Baumwollspinnerei.
Mit einem symbolischen Spatenstich haben am Donnerstag, den 6. Oktober, der bisherige Alleineigentümer Werner Deller und die Stadt St. Ingbert als neuer Mitbesitzer die Umbauarbeiten in der Baumwollspinnerei eingeläutet. Ministerpräsidentin Kramp-Karrenbauer sprach von einem Leuchtturm. (aus saarbruecker-zeitung.de/aufmacher/gute-nachricht/Baumwollspinnerei)
Venedig, Filmfestspiele: Alexander Sokurow gewinnt Goldenen Löwen
Große Ehre für die russische Adaption des Goethe-Klassikers "Faust": Alexander Sokurows gleichnamiger Film ist in Venedig mit dem Goldenen Löwen ausgezeichnet worden. Bester Schauspieler wurde ein gebürtiger Deutscher.
Venedig - Der Goldene Löwe der 68. Filmfestspiele von Venedig geht nach Russland: Für seine Adaption von Johann Wolfgang von Goethes "Faust" wurde der Regisseur Alexander Sokurow mit dem begehrten Filmpreis ausgezeichnet. "Faust" ist laut Sokurow der vierte Teil seiner Tetralogie über "große Spieler", die gescheitert sind. Der 60-jährige Russe hatte bereits Filme über Adolf Hitler, Lenin und den japanischen Kaiser Hirohito gedreht und schloss die Reihe nun mit einer fiktiven Figur ab.
Ein weiterer großer Gewinner des Abends war der deutschstämmige Michael Fassbender. Für seine Leistung im Film "Shame" des Regisseurs Steve McQueen, in dem er einen sexsüchtigen Mann spielt, wurde er als bester Schauspieler geehrt. Fassbender wurde 1977 in Heidelberg geboren, wuchs dann später aber in Irland auf; bekannt wurde er mit seiner Rolle in Quentin Tarantinos "Inglourious Basterds".
Die Preise wurden am Samstagabend von der Jury unter Vorsitz von US-Regisseur Darren Aronofsky vergeben, dessen Ballett-Thriller "Black Swan" im vergangenen Jahr die Festspiele eröffnet hatte. Im Wettbewerb hatten 23 Beiträge um den Goldenen Löwen konkurriert, "Faust" galt als einer der Favoriten.
Der Jour Fixe im September findet aus terminlichen Gründen diesmal nicht am ersten Dienstag im Monat statt, sondern eine Woche später, am Dienstag, den 13. September, dann wie gewohnt um 19:30 Uhr in der Kinowerkstatt, Pfarrgasse 49. Aktuelle Informationen über das neue Filmkolleg, die Schulfilmwoche, Eröffnung der Lammwoche sind nur einige Themen. Wer Anregungen, ein Anliegen an die Programmmacher der Kinowerkstatt hat oder eine gmeinsame Veranstaltung planen will, ist recht herzlich willkommen.
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Berlin. Die Zahl der Kinobesucher ist im ersten Halbjahr 2011 wieder leicht angestiegen. Nach dem durchwachsenen Kinojahr 2010 zeigten die Halbjahreszahlen eine positive Entwicklung, teilte der Vorstand der Filmförderungsanstalt FFA, Peter Dinges, am 26. August 2011 mit.
Mit 61,5 Millionen Zuschauern seien in den ersten sechs Monaten dieses Jahres 1,3 Millionen Besucher (2,2 Prozent) mehr im Kino gewesen als im ersten Halbjahr 2010.
Mit einem Gesamtumsatz in Höhe von 452,8 Millionen Euro verzeichneten die Filmtheaterbetreiber laut FFA sogar das zweitbeste Einspielergebnis einer Halbjahresbilanz, das nur vom Rekordjahr 2002 übertroffen werde. Erfolgreichster Film des ersten Halbjahres ist Til Schweigers Komödie „Kokowääh“ mit 4,3 Millionen Besuchern.
ST. INGBERT. Die Turm- künstler im Innovations- park am Beckerturm in St. Ingbert feiern an den Wochenenden 20./21. und 27./28. August ein Jubiläum: Fünf Jahre „Kunst am Beckerturm“.
Im Rahmenprogramm der Ausstellung gibt es bei freundlichem Wetter zweimal Kino im Freien (bei Regen im Restaurant Sudhaus): Am Samstag, den 20. August um 21:30 Uhr die Dokumentation „100 Jahre Beckerbrauerei“ von A. Rosch und am Samstag, den 27. August, um 21:30 Uhrdas Künstlerportät
"Niki de Saint Phalle - wer ist das Monster, du oder ich" mit Niki de Saint Phalle, Jean Tinguely, Bernhard Luginbühl,
Regie: Peter Schamoni.
Ob vor oder hinter der Kamera: Die Filmfestspiele von Vendig trumpfen in diesem Jahr überall mit großen Namen auf. George Clooney wird das Festival mit seinem neuen Politdrama eröffnen, dazwischen ist Madonnas Liebesfilm "W.E" zu sehen, Roman Polanski lässt Kate Winslet und Jodie Foster aufspielen. Mit seiner vierten Regiearbeit, dem Politdrama "The Ides of March", wird Oscar-Preisträger George Clooney die Filmfestspiele von Venedig eröffnen. Das gaben die Veranstalter am Donnerstagmittag bekannt. Der Wettbewerb um den Goldenen Löwen ist gewohnt spektakulär bestückt. So lässt David Cronenberg in "A Dangerous Method" Viggo Mortensen als Sigmund Freud auftreten. Roman Polanski zeigt "Carnage", seine Adaption des Theaterhits "Der Gott des Gemetzels", in der Jodie Foster, Christoph Waltz, Kate Winslet und John C. Reilly mitspielen. Mit Andrea Arnold ("Wuthering Heights") und Steve McQueen ("Shame") sind außerdem die zwei interessantesten Regisseure Großbritanniens vertreten.
Nach ihrem Oscar-nominierten Animationsfilm "Persepolis" zeigen Marjane Satrapi und Vincent Paronnaud ihren zweiten Film "Chicken With Plums". Tomas Alfredson ("Let the Right One in") bringt seine John-le-Carré-Adaption "Tinker Tailor Soldier Spy" - und hoffentlich auch ein Großteil seines hochkarätigen Ensembles von Gary Oldman bis Colin Firth - nach Venedig. Ebenfalls im Wettbewerb: die US-Regisseure Abel Ferrara ("Last Day on Earth") und Todd Solondz ("Dark Horse"). Die Filmfestspiele von Venedig laufen vom 31. August bis 10. September.
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Filmtipp!
"Asghar Farhadi taucht tief in den iranischen Alltag ein und zeichnet mit klaren Linien das Bild einer verfahrenen Lage. Das ist nicht nur aufschlussreich und kunstvoll gebaut, sondern berücksichtigt auch die Unterhaltungsbedürfnisse des Publikums." (Preisjury)
Der "Jour Fixe", das regelmäßige Treffen der am Programm der Kinowerkstatt Interessierten, findet wieder wie gewohnt, am ersten Dienstag im Monat statt. Alle, die mit der Kinowerkstatt eine Veranstaltung planen, Programmwünsche und Anregungen haben oder sich nur informieren wollen, sind am Dienstag, den 2. August, wie immer um 19:30 Uhr, recht herzlich in die Kinowerkstatt, Pfarrgasse 49, eingeladen.
Michelle Williams, Schauspielerin - Porträt in der neuen epdFilm.
Mit gerade mal 30 Jahren gehört Michelle Williams bereits zu den profiliertesten Schauspielerinnen ihrer Generation.
Andreas Busche porträtiert die Ausnahmeschauspielerin in der aktuellen Ausgabe von epdFilm (8/11)
Ihre Filmografie weist Rollen bei so verschiedenen wie namhaften Regisseuren auf: von Wim Wenders bis Charlie Kaufman, von Ang Lee bis Martin Scorsese und Todd Haynes. Bereits zwei Mal für einen Oscar nominiert – 2006 für "Brokeback Mountain" und in diesem Jahr für "Blue Valentine" – ist sie dabei, eine Karriere zu beschreiten, die man dem einstigen Teeniestar der Fernsehserie »Dawson’s Creek« gar nicht zugetraut hätte.
Ihre Paraderolle hatte Michelle Williams in Kelly Reichardts "Wendy und Lucy", (in der Kinowerkstatt gelaufen) wo sie die vielleicht stärkste Performance im amerikanischen Independentkino der letzten Jahre ablieferte. Williams war in fast jeder Einstellung zu sehen, sie trug den Film quasi im Alleingang auf ihren schmalen Schultern. Wendy steht am existenziellen Abgrund, gestrandet ohne Geld in der amerikanischen Provinz, auf halber Strecke nach Alaska. Ihre Handlungsoptionen werden mit jeder neuen Hiobsbotschaft aussichtsloser, einen Verbündeten findet sie lediglich in einem alten Parkplatzwächter. Im Bild der verlassenen Michelle Williams mit ihren kurzen schwarzen Haaren, in abgeschnittenen Jeans und Kapuzenpullover, verschmolz die große Melancholie der amerikanischen Roadmovie-Erzählung mit der gesellschaftlichen Depression der nuller Jahre. Wendy kämpfte stumm und mit dem Mut der Verzweiflung gegen ihr Schicksal an, und man war fast erleichtert, als sie am Ende endlich in einen unkontrollierten Weinkrampf ausbrach, den ganzen Schmerz rausließ, der sich in ihr angestaut hatte. Spätestens in diesem Moment wurde klar, über welche emotionale Ausdruckskraft Michelle Williams verfügte.
"Blue Valentine", der mit leichter Verzögerung nun auch in die deutschen Kinos kommt, hat für Williams einen besonderen Stellenwert. Es war das erste Filmprojekt, das sie nach dem Ende von »Dawson’s Creek« 2003 realisieren wollte. Es sollte schließlich ihr erster Film nach dem Tod von Heath Ledger werden. Das erste Mal, wie sie später erzählte, dass sie wieder echte Vorfreude auf die Arbeit am Set verspürte. In Cianfrances Film über eine gescheiterte Ehe spielt sie die Intensität ihrer eigenen Gefühlswelt noch einmal schonungslos durch. Bereits Monate vor dem Beginn der Dreharbeiten lebten Williams und ihr Partner Ryan Gosling zusammen, verbrachten den Alltag miteinander, schärften die Schutzmechanismen einer solch intensiven Zweierbeziehung. Dem Film mit seinen rohen, fast dokumentarischen Bildern merkt man diese Intimität an. Gosling beschrieb Williams danach einmal als eine Art weiblichen Cowboy: eine große Schweigerin, die wortlos ihre eigene weite Seelenlandschaft durchreitet – tatsächlich wird man sie demnächst als Pioniersfrau auf dem Treck nach Westen sehen in "Meek’s Cutoff", ihrer zweiten Zusammenarbeit mit Kelly Reichardt.
Ziemlich genau vor 100 Jahren wurde Marshall McLuhan geboren, der Erfinder der "Gutenberg-Galaxie" und des "Globalen Dorfes"
Wie berühmt der kanadische Medientheoretiker Marshall McLuhan einmal war, bewies sein Gastauftritt in Woody Allens Film "Der Stadtneurotiker" aus dem Jahr 1977. McLuhan sprang in der berühmten Szene dem genervt in einer Kinoschlange stehenden Allen bei - und fuhr einem verkopften und mit theoretischen Versatzstücken hantierenden Bescheidwisser in die Parade, der gerade dabei war, McLuhan zu zitieren.
Interessanterweise hat sich das nicht geändert: McLuhan, der heute 100 Jahre alt geworden wäre, ist zwar nicht mehr weltbekannt, wird aber immer noch zitiert und zeigt sich in den Schlagworten, die seit zehn, 20 Jahren jeder Kaffeehaus-Philosoph und Kultur-Leitartikler im Mund geführt hat: "Die Gutenberg-Galaxis", "Das globale Dorf", "Das Medium ist die Botschaft" - Slogans für die Ewigkeit. Erfunden von einem Professor, der Genie war und Wahnsinniger.
McLuhan blickte nicht etwa in eine Glaskugel; nein. Er spielte auch nicht Nostradamus und las in den Sternen. Er schaute lediglich richtig hin. Deswegen konnte er 1962 Folgendes behaupten: "Der Computer als Forschungs- und Kommunikationsinstrument könnte die Recherche von Information steigern, die Zentralbibliotheken in ihrer bestehenden Form überflüssig machen, die enzyklopädische Funktion des Individuums wiederherstellen und in einen privaten Anschluss umkehren, über den individuell zugeschnittene Informationen sofort und für ihr Geld abgerufen werden können." Und weiter: "Weil Information zum größten Geschäft der Welt wird, wissen die Datenbanken mehr über einzelne Menschen als sie selbst. Je mehr die Datenbanken über jeden Einzelnen von uns aufzeichnen, desto weniger existieren wir."
Der Mann hat, man darf es so sagen, das Internet vorempfunden, als die Menschen in den Büros noch auf Schreibmaschinen tippten. Damals konnte noch niemand ahnen, wie recht McLuhan in den Zeiten von (der Werbeplattform) facebook (700 Milliarden Dollar wert) behalten würde.
Die Bilanz für die Kinowerkstatt nach dem ersten Halbjahr sieht gut aus: Eine Steigerung der Zuschauerzahlen um rund 7 % im Vergleich zum selben Zeitraum des Vorjahres ist zu verzeichnen. Dies ist umso bemerkenswerter, da Publikumsmagneten wie z. B. "Willkommen bei den Schti's" in diesem Halbjahr fehlten. Publikumslieblinge waren Filme wie "Das Konzert", "Vincent will Meer", "Almanya", "Social Network".
Aber auch eher "schwierige" Filme wie "Drei" oder "Bal" fanden bei der Kinowerkstatt ihr Publikum, was für die cineastische Aufgeschlossenheit und Neugier der Kinowerkstatt- Zuschauer spricht. -------------------------
Buchtipp!
Blödmaschinen - Neues Buch von Markus Metz und Georg Seeßlen! Auf der »Literaturen«-Bestenliste Juli/August. ------------------------------
Filmtipp!
"Asghar Farhadi taucht tief in den iranischen Alltag ein und zeichnet mit klaren Linien das Bild einer verfahrenen Lage. Das ist nicht nur aufschlussreich und kunstvoll gebaut, sondern berücksichtigt auch die Unterhaltungsbedürfnisse des Publikums." (Preisjury)
Der "Jour Fixe", das regelmäßige Treffen der am Programm der Kinowerkstatt Interessierten, findet wieder wie gewohnt, am ersten Dienstag im Monat statt. Alle, die mit der Kinowerkstatt eine Veranstaltung planen, Programmwünsche haben oder sich nur informieren wollen, sind am Dienstag, den 5. Juli, wie immer um 19:30 Uhr, recht herzlich in die Kinowerkstatt, Pfarrgasse 49, eingeladen.
Im Anschluß wird das Fußball - WM - Spiel Deutschland-Frankreich auf großer Leinwand in HD- Qualität übertragen. Der Eintritt ist frei.
Publikumspreis für "Ein Tick anders" in Ludwigshafen
Der Film EIN TICK ANDERS ist beim 7. Festival des deutschen Films 2011 mit dem Publikumspreis ausgezeichnet worden. Die schräge Familien-Komödie von Regisseur Andi Rogenhagen konnte sich mit ihrem anarchischen Charme gegen 38 Filme durchsetzen und wurde auf der Ludwigshafener Parkinsel schließlich zum Lieblingsfilm des Publikums. In EIN TICK ANDERS erzählt Autor und Regisseur Andi Rogenhagen herzlich und humorvoll die Geschichte der am Tourette-Syndrom (siehe "Vincent will meer"!) erkrankten 17-jährigen Eva und ihrer liebevoll-schrägen Familie. Mit viel Hingabe spielt Jasna Fritzi Bauer ihre erste Kino-Hauptrolle, für die sie mit dem Nachwuchsdarstellerpreis des Filmkunstfest Mecklenburg-Vorpommern 2011 ausgezeichnet wurde. Die anarchische und warmherzige Komödie über Familie, Liebe, Toleranz und die große Herausforderung, eben einen Tick anders zu sein, startet am 7. Juli 2011 bundesweit im farbfilm verleih.
Das Fußball-WM - Spiel Deutschland - Japan wird am Samstag ab 20 Uhr auf der Kinoleinwand in HD-Qualität in der Kinowerkstatt St. Ingbert, Pfarrgasse 49, gezeigt. Der Eintritt ist frei.
"Fußballgenuss auf Großleinwand gab es zur Eröffnung der Frauen-Weltmeisterschaft nur in der Kinowerkstatt. Sonst hielt sich das Interesse an öffentlichen Übertragungen in Grenzen.
Mit ihrem 2:1 Sieg im Eröffnungsspiel der Frauenfußball-Weltmeisterschaft haben die deutschen Fußballfrauen den ersten Teil ihrer Mission „Titelverteidigung“ geschafft.
...Eine Ausnahme in Sachen Fußballbegeisterung fand man bei der Übertragung auf Großleinwand in der Kinowerkstatt im JUZ in der Pfarrgasse. Dort hatten sich über 30 Personen versammelt, um gemeinsam den Sieg der deutschen Frauen feiern zu können, unter ihnen auch die B-Jugend Mädchen vom SV St. Ingbert (Foto unten). In angenehmer Atmosphäre und mit einer Bildqualität in HD waren es in der Kinowerkstatt überwiegend weibliche Besucher, die ihren Geschlechtsgenossinnen die Daumen drückten. „Wir sind mit der Resonanz sehr zufrieden. Wenn es in unseren Spielplan passt, werden wir auch weitere Spiele auf unserer Großleinwand zeigen“, erklärt Wolfgang Kraus von der Kinowerkstatt. In der Pause gab es dann auch noch etwas zum Knabbern für die Besucher. Der Eintritt zu den Spielen in der Kinowerkstatt ist frei. Welche Spiele übertragen werden, kann man auf der Webseite der Kinowerkstatt: http://www.kinowerkstatt.de oder im Terminkalender aus wssi.de nachlesen.
Sonntag, 18 Uhr: Frauenfußball WM 2011 - live im Kino!
Die Kinowerkstatt zeigt am Sonntag, den 26. Juni, um 18 Uhr das Eröffnungsspiel der Frauenfußball WM 2011 Deutschland - Kanada auf der großen Leinwand. Beginn der Übertragung um 17:30 Uhr. Auch das Spiel Nigeria - Frankreich um 15 Uhr wird gezeigt (Beginn der Übertragung um 13:50 Uhr). Der Eintritt ist frei.
Gerne können Sportvereine diese Gelegenheit zur Werbung und Präsentation Ihres Vereins mittels Poster, Flyer etc. nutzen.
Falls Sie reservieren wollen, rufen Sie an, Bürozeiten: Mo-Fr von 8-13.30 Uhr / Herr Kraus, Frau Haas-März,
Tel. 06894-36821 oder per e-Mail an: kinowerkstatt@gmx.de
Mit einem Musikprojekt in Zusammenarbeit mit Frank Nimsgern geht die Landeszentrale für politische Bildung zur Zeit an Schulen und hat im Rahmen der Aktion "Schule ohne Rassismus - Schulen mit Courage" eine CD mit dem Titel "Farbenspiel" produziert Die Melodie soll später in verschiedenen Fassungen zu hören sein. "Farbenspiel" soll dann als Basis für Projekte zum Nachahmen an allen 848 "Schulen ohne Rassismus" in Deutschland eingesetzt werden. Die Kinowerkstatt hat im Moment einen Film im Programm, der wunderbar geeignet ist, das Thema "Rassismus" jugendgerecht zu behandeln: Clint Eastwoods "Gran Torino". Die Kinowerkstatt bietet interessierten Lehrern die Möglichkeit, diesen Film zusammen mit Schülern an Vormittagen der nächsten 1 1/2 Wochen, 13. - 23. Juni, im Kino der Kinowerkstatt anzuschauen (Eintritt: 2,50 Euro). Er steht sowohl in der englischen Originalfassung (mit deutschen Untertiteln) als auch in der deutschen Fassung zur Verfügung. Es wäre schön, wenn sich möglichst viele Lehrer an dieser Aktion beteiligen würden. Kontakt, Terminabsprache und Anmeldung unter der Telefonnummer 06894 36821 bei der Kinowerkstatt (Frau Haas-März oder Hr. Kraus) oder per e-mail an: kinowerkstatt@gmx.de
Immer am ersten Dienstag im Monat treffen sich filminteressierte Kinowerkstattbesucher zum 'Jour Fixe', um sich über das Programm und Filme auszutauschen: Was wird nächstens laufen, welche Filme laufen nach Cannes? Welche wichtigen Filme sollen gezeigt werden? Wer sich informieren will oder ein Anliegen an die Kinowerkstatt hat, ist willkommen. Termin: Heute 7. Juni, 19:30 Uhr
"Seit elf Wochen kurvt er nun bereits durch die Kino-Top-Ten, dieser charmante Multikulti-Schwank über eine Gastarbeiterfamilie, die längst einheimischer geworden ist, als es einigen von ihnen lieb ist. Und der Film konnte gerade - darauf einen Tusch von einer richtigen alemannischen Blaskapelle - den einmillionsten Besucher begrüßen! Eine sensationelle Quote für Filme Made in Germany but not by Til Schweiger. Auch wenn man bedenkt, was sich die deutsch-türkischen Schwestern Yasemin und Nesrin Samdereli (…) vorher alles anhören mussten, als sie um die Finanzierung rangen: Lustige Idee, aber lasst das mal lieber. Deutsche gingen eh nicht in Filme über Türken, und Türken ließen deutsche Komödien gewöhnlich links liegen. ‚Almanya’ würde also an der Kinokasse floppen. Denkste! Anfang April gewann der Film bereits eine Silberne Lola, dotiert mit 425.000 Euro. Tesekkür ederim. Schönen Dank auch.“ (STERN (26.5.2011) – Dem kann man sich nur anschließen: Schönen Dank auch!
Ein philosophisches Drama über die menschliche Existenz und die Natur ist Sieger in Cannes: Die Goldene Palme geht an "The Tree of Life" von Regisseur Terrence Malick. Kirsten Dunst ("Melancholia") und Jean Dujardin ("The Artist") wurden als beste Schauspieler ausgezeichnet.
Der Grand Prix der Jury ging zu gleichen Teilen an den Türken Nuri Bilge Ceylan für "Once Upon a Time in Anatolia" und an die belgischen Brüder Jean-Pierre und Luc Dardenne für "The Kid with a Bike".
Die Amerikanerin Kirsten Dunst nahm den Preis als beste Darstellerin entgegen. Sie hat die Hauptrolle in dem Drama "Melancholia" des vom Festival ausgeschlossenen dänischen Regisseurs Lars von Trier gespielt. Von Triers dänischer Kollege Nicolas Winding Refn wurde für "Drive" als bester Regisseur ausgezeichnet. Bester männlicher Hauptdarsteller wurde der Franzose Jean Dujardin für die französische Produktion "The Artist". Der Jury-Preis ging an den französischen Film "Polisse", den Drehbuch-Preis gab es für "Footnote" aus Israel.
Der deutsche Filmemacher Andreas Dresen war bereits am Samstag für sein Krebsdrama "Halt auf freier Strecke" mit dem Hauptpreis der renommierten Nebenreihe "Un certain regard" geehrt worden.
Cannes Filmfestival 2011. Vom 11. bis zum 22. Mai finden in Cannes die 64. Filmfestspiele statt.
Das Festival von Cannes ist heute der grösste (filmische) Kulturanlass der Welt und mit Bestimmtheit einer der prestigeträchtigsten. Es ist dem Autorenkino und der kulturellen Vielfalt verpflichtet und verfügt mit dem Wettbewerb um die Goldene Palme über ein Instrument, das sich als Seismograph versteht, um künstlerische Exzellenz und neue Tendenzen im Weltkino zu registrieren. Dieses Instrumentarium blickt auf eine Tradition zurück: Erneuerungsbewegungen wie der italienische Neorealismus, die französische Nouvelle Vague, das amerikanische Independent-Kino der 1990er und die dänische Dogma-Bewegung wurden in Cannes gefördert wie die Auteurs Luis Bunuel, Ingmar Bergman und Federico Fellino. Das Festival etablierte sich früh als Ort der aktiven Filmgeschichtsschreibung und wurde, wie es der Filmhistoriker André Bazin ausdrückte, zur Pilgerstätte für die Gläubigen der Filmkunst.
Das Festival fungiert überdies seit den 1990ern vermehrt als Startrampe für Blockbuster wie "Godzilla" (Roland Emmerich) oder "X-Men", die nicht von Auteur-Regisseuren stammen (wie die Blockbuster der 1950er) und kaum dem künstlerischen Profil der Veranstaltung entsprechen. "Ein Streifen wie "Godzilla" im Festivalpalais von Cannes sei wie eine Satansmesse im Petersdom von Rom, schrieb der Filmkritiker Roger Ebert, eine Entheiligung des Glaubens, den das Gebäude repräsentiere - im genannten Fall den Glauben an das künstlerische Autorenkino."
(Cahiers du Cinema) Aktuell im Jahre 2011 läuft als Satansmesse "Fluch der Karibik 4" mit Johnny Depp und Penelope Cruz!
Kurzfilm "Raju" für den Studenten-Oscar nominiert.
Mit einem packenden Kurzfilmdrama kamen Max Zähle, ein Hamburger Filmstudent, und zwei Kommilitonen in die Endrunde des Studenten-Oscars.
Da hatte Thomas Altmayer, der die Kurzfilmreihe der Max-Ophüls-Nachlese zusammenstellte, eine gute Wahl getroffen, als er den Film "Raju" auswählte. -
Das Kurzfilmdrama von Max Zähle mit Wotan Wilke Möhring und Julia Richter in den Hauptrollen - jetzt für den Studenten-Oscar nominiert - lief bereits in der Max-Ophüls-Kurzfilmnachlese der Kinowerkstatt: Ein Paar reist nach Indien und trifft "Raju", das Traum-Adoptivkind mit süßen Knopfaugen - doch der Junge hat schon eine Familie. Mit diesem packenden Kurzfilmdrama kamen Max Zähle, ein Hamburger Filmstudent, und zwei Kommilitonen in die Endrunde des Studenten-Oscars. Wenig Zeit, wenig Geld, schlechtes Wetter und skeptische indische Behörden - schlechte Voraussetzungen für drei Hamburger Filmemacher und ihr Projekt. Das Ergebnis ist trotzdem ein kleines Kunstwerk: der Kurzfilm "Raju" steht nun im Finale der Studenten-Oscars. Mitten im indischen Kalkutta haben drei Absolventen der Hamburg Media School mehrere Monate lang geschuftet, um ihr Projekt zu realisieren: Den Kurzfilm "Raju", der die Problematik des Kinderhandels ins Bewusstsein der Menschen bringen soll. Der Lohn für ein Jahr harte Arbeit ist jetzt eine Teilnahme am Finale der Studenten-Oscars inklusive etwas Rampenlicht. "Das Einzige, was man für den Film bekommen kann, ist ein bisschen Ruhm, deshalb ist das umso schöner", sagt Regisseur und Drehbuchautor Max Zähle.
In der Hamburg Media School knallten nach der Nachricht am Dienstag die Sektkorken. Gemeinsam mit Produzent Stefan Gieren und Kameramann Sin Huh hat der 33-jährige Zähle das Projekt verwirklicht.
Am 20. Mai entscheidet sich, welche drei Filme bei der endgültigen Entscheidung am 11. Juni in Beverly Hills dabei sind.
Mit seinem Kurzfilm "Spielzeugland" sorgte er bei der OSCAR-Verleihung 2009 für Furore. Dort gewann er nämlich den bekanntesten Filmpreis der Welt. Nun wohnte Regisseur Jochen Alexander Freydank einer Vorführung seines Sieger-Films in der St. Ingberter Kinowerkstatt bei.
In Zusammenarbeit mit dem Gollenstein-Verlag ermöglichte die Kinowerkstatt St. Ingbert eine Begegnung mit dem Regisseur. Die Besucher erlebten einen bescheiden gebliebenen Vertreter seiner Zunft, der lebendig von seiner Arbeit zu erzählen wusste. Der Vorsitzende des Kinowerkstattvereins Fred Schneider-Mohr begrüßte ihn mit dem Hinweis, dass Spielstellenleiter Wolfgang Kraus seinen Film exakt an dem Wochenende in der Kinowerkstatt zeigte, an dem er den OSCAR gewann.
J.A. Freydank zeigt seinen OSCAR-prämierten Film „Spielzeugland“ in der Kinowerkstatt St. Ingbert
Am Dienstag, dem 3. Mai, um 16 Uhr, ist Jochen Alexander Freydank
zu Gast in der Kinowerkstatt St. Ingbert. Dort ist der Kurzfilm „Spielzeugland“ zu sehen, für den er 2009 mit dem OSCAR ausgezeichnet wurde. Vorgestellt wird dabei auch das Buch, das zum Film im Gollenstein-Verlag erschienen ist: Christian Bauer & Peter Meyer (Hg.)
Jochen Alexander Freydank - Spielzeugland
Mit DVD
108 Seiten, gebunden
19,90 €, ISBN 978-3-938823-75-0
Wie hart dieser Erfolg erarbeitet war, wie viel Energie und Engagement nötig waren, um diesen Film zu realisieren, von Regisseur und Produzent Freydank, aber auch von einem hoch motivierten Team, das wird in den Gesprächen und Materialien deutlich, die die Herausgeber Christian Bauer und Peter Meyer
für diesen Band zusammengestellt haben.
Bildmaterial vom Set (einiges bisher unveröffentlicht) ergänzen
das Originaldrehbuch und die DVD des Erfolgsfilms, der keinen Zuschauer unberührt lässt. Auf knappem Raum verdichtet und gerade deshalb so eindrucksvoll erzählt er eine bewegende Geschichte von Freundschaft und Menschlichkeit in Zeiten des Grauens, stellt in formal überaus spannender Weise die Frage
nach Wahrheit und Lüge. Nach der Filmvorführung besteht Gelegenheit zum Gespräch mit Jochen Alexander Freydank zu Film und Buch.Dienstag, 3. Mai, 16 Uhr
Kinowerkstatt
St. Ingbert, Pfarrgasse 49
Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei.
Das Rennen um die Golden Palme: Cannes Filmfestival 2011. Vom 11. bis zum 22. Mai finden in Cannes die 64. Filmfestspiele statt.
Das Filmfestival von Cannes wird in
diesem Jahr spannend. Jede Menge Hochkaräter präsentieren
ihre Filme im Wettbewerb. Da hat die Jury unter der Leitung von
Robert De Niro die Qual der Wahl: Pedro Almodóvar
zeigt seinen neuen Film "Die Haut, in der ich wohne" (mit
Antonio Banderas). Lars von Trier ist mit seinem neuen
Film "Melancholia" vertreten, in dem Kirsten Dunst,
Kiefer Sutherland und wieder Charlotte Gainsbourg
spielen. Der Amerikaner Terrence Malick präsentiert "The
Tree of Life" mit Brad Pitt und Sean Penn in den
Hauptrollen. Und auch der Finne Aki Kaurismäki ist wieder
einmal mit im Rennen und zeigt "Le Havre". Fast schon
traditionell ist kein Film aus Deutschland im Wettbewerb zu finden -
aber "Michael", das Regiedebüt des Österreichers
Markus Schleinzer. Nur in der Sektion "Un Certain
Regard", die mit "Restless" von Gus van Sant
eröffnet wird, findet sich ein deutscher Beitrag: "Halt auf
freier Strecke" von Andreas Dresen ("Sommer vorm
Balkon") Für den richtigen Glamour werden in Cannes
allerdings vor allem die Filme sorgen, die außer Konkurrenz
laufen: Woody Allen eröffnet das Festival mit seinem
neuen Film "Midnight in Paris" und wird dazu sicher seine
Hauptdarsteller Owen Wilson, Rachel McAdams, Kathy
Bates - und die französische Präsidentengattin Carla
Bruni, die eine kleine Rolle darin spielt, mit nach Cannes
bringen. Außerdem präsentiert Jodie Foster "Der
Biber" mit Mel Gibson in der Hauptrolle. Und es wird
Johnny Depp als Captain Jack Sparrow an der Croisette
aufkreuzen - mit "Pirates of the Carribbean - Fremde Gezeiten".
An seiner Seite Penélope Cruz. Starpower auf dem
berühmten roten Teppich vor dem Festivalgebäude ist also
garantiert. Michael Schömburg
Das tragikomische Roadmovie "Vincent will Meer" hat die Goldene Lola als bester deutscher Film gewonnen. Sein Hauptdarsteller Florian David Fitz wurde am Freitagabend in Berlin für seine Rolle eines am Tourette-Syndrom leidenden Jugendlichen außerdem als bester Schauspieler ausgezeichnet.
Damit folgte die Deutsche Filmakademie dem Geschmack des Kinopublikums - mehr als eine Million Menschen haben "Vincent will Meer" bislang gesehen.
Die als Mitfavorit für den Hauptpreis gehandelte Einwandererkomödie "Almanya - Willkommen in Deutschland" erhielt die Silberne Lola in der Kategorie bester Film und den Preis für das beste Drehbuch. Die Bronzene Lola ging an Andres Veiel für sein RAF-Drama "Wer wenn nicht wir".
Tom Tykwers mit sechs Nominierungen gestartetes Liebesdrama "Drei" ging im Rennen um den besten Film leer aus, heimste aber insgesamt drei Preise ein: Hauptdarstellerin Sophie Rois wurde als beste Schauspielerin geehrt, konnte wegen Krankheit allerdings ihre Trophäe nicht persönlich entgegen nehmen. Tom Tykwer erhielt den Preis als bester Regisseur, eine weitere Auszeichnung gab es für den Schnitt von "Drei".
Heimlicher großer Gewinner aber ist Chris Kraus' Historiendrama "Poll" über die Schriftstellerin Oda Schaefer mit insgesamt vier Auszeichnungen: Schauspieler Richy Müller nahm den Preis als bester Nebendarsteller entgegen, weitere Preise gab es für Kamera, Szenenbild und Kostümbild. Chris Kraus, dessen Werk "Vier Minuten" 2007 bereits als Bester Spielfilm in Gold ausgezeichnet worden war, erzählt in "Poll" eine schwelgerische Geschichte, die kurz vor dem Ersten Weltkrieg spielt.
Regisseur Wim Wenders gewann für seinen 3D-Tanzfilm "Pina" den Preis für den besten Dokumentarfilm. Für den besten Kinderfilm ist "Chandani und ihr Elefant" mit der Goldenen Lola ausgezeichnet worden. Den Ehrenpreis für sein Lebenswerk nahm der gerührte Drehbuchautor Wolfgang Kohlhaase ("Sommer vorm Balkon") entgegen.
40 Mal wurde er für den Oscar nominiert; 2005 bekam er ihn für sein Lebenswerk und sagte: " Verdammt, ich wollte ihn und ich finde, ich habe ihn auch verdient". Sidney Lumet, Regisseur von "Die zwölf Geschworenen" und "Serpico" starb mit 86 Jahren in New York.
Der amerikanische Regisseur Sidney Lumet
Der Name Lumet reichte, um Stars wie Al Pacino, Anna Magnani, Ingrid Bergman, Marlon Brando, Richard Burton und Katharine Hepburn an den Drehort eilen zu lassen. Sidney Lumet war einer der Großmeister des amerikanischen Kinos. Sein Debütfilm wurde gleich zu einem seiner bekanntesten: In "Die zwölf Geschworenen" inszenierte Lumet 1957 die Beratungen einer Jury zu einem packenden Kammerspiel. Auch sein Polizei-Thriller "Serpico", die Agatha- Christie- Verfilmung "Mord im Orient-Express", "Hundstage" und "Network", eine bissige Satire auf das amerikanische Fernsehen, wurden zu Filmklassikern.
"Er schien immun zu sein gegen das Alter", schrieb die New York Times in ihrem Nachruf auf den Filmemacher, der noch 2007 für seinen Thriller "Tödliche Entscheidung" gefeiert worden war. Im Jahr davor hatte er die Umstände eines großen Mafiaprozesses in dem Film "Find Me Guilty" beleuchtet. Woody Allen würdigte seinen Kollegen in einem Nachruf als den "Inbegriff des New Yorker Filmemachers".
Lumets beste Filme befassen sich mit den Folgen von Vorurteilen, Korruption und Betrug. Besonders faszinierten ihn Verstöße gegen das Gesetz in den Reihen der Polizei. Sein auf wahren Begebenheiten basierender Film "Serpico" löste umwälzende Reformen im System der New Yorker Ordnungshüter aus.
Lumet wurde rund 40 Mal für einen Oscar nominiert, gewann die goldene Statuette aber nie. Als ihm Hollywood 2005 schließlich die höchste Ehre in Form eines Lebenswerk-Oscars zuteil werden ließ, gab er zu: "Verdammt, ich wollte ihn und ich finde, ich habe ihn auch verdient". Außerdem wurden ihm ein Goldener Bär, der Pasinetti-Preis in Venedig, mehrere Golden Globes und gut zwei Dutzend weiterer Auszeichnungen überreicht.
Dass ein Film zum Nachdenken anregen soll, daran hatte Lumet sein Leben lang festgehalten. "Er soll Zuschauer anregen, verschiedene Facetten des eigenen Gewissens genau zu betrachten, sich Gedanken zu machen und das Gehirn stimulieren." (ZEIT-online)
Über finanzielle und öffentliche Unterstützung konnte sich das Pro-Winzkino in Simmern (Hunsrück, 2 Säle) freuen: 160.000 Euro investierte das Pro-Winzkino-Betreiberteam in die Digitaltechnik und erhielt dazu 100.000 Euro Zuschuss über das Konjunkturprogramm II. Und zur Einweihung kam die rheinland-pfälzische Bildungs- und Kulturministerin Doris Ahnen persönlich. Die Staatsministerin begründete bei der Einweihung in Simmern, warum unter 2000 geförderten Projekten im Land für sie Kinos zwingend als Nutznießer der staatlichen Unterstützung zu fördern sind: „Kino hat das verdient“, sagte Ahnen. Die Lichtspielhäuser trügen in hohem Maße dazu bei, das ästhetische Empfinden und das kulturelle Grundverständnis der Menschen zu prägen.
„Kino soll eine wichtige Stätte bleiben, wo man sich austauschen kann über das Gesehene.“, sagte Doris Ahnen. * Treffend formuliert von Jury-Mitglied Antje Witte in ihrer Laudatio.
Tipp: Mit "Bal" ( "Honig" ), dem beeindruckenden Siegerfilm der Berlinale 2010, schloß Regisseur Semih Kaplanoglu seine Trilogie über den Dichter Yusuf ab. "Bal", der die Kindheit des Jungen mit der Sprachhemmung erzählt, ist der dritte Teil der Trilogie (Yumurta – Süt – Bal > Ei – Milch – Honig). Die drei Filme des türkischen Regisseurs Semih Kaplanoglu erzählen in einer besonderen Filmsprache in wunderschönen Bildern und Tönen die Geschichte Yusufs von der Kindheit bis zum Erwachsensein. Viel Geduld verlangt Semih Kaplanoglu allerdings dem Zuschauer ab: Denn der langsame Fluss der Bilder mit zahlreichen langen und beinahe starren, dann wieder detailverliebten Einstellungen widersetzt sich den Sehgewohnheiten des modernen Kinos. Wer Zeit und Muse findet, sich auf die ganz eigene, traumverlorene, von Symbolen durchzogene Atmosphäre einzulassen, wer in den Rhythmus der Filme hineinfindet, der wird erleben, was Kino manchmal auch noch sein kann: Eine Einladung zum Träumen, eine Reise in die verlorene Zeit der Jugend, in der "die Uhren anders tickten." Stichworte: Entschleunigung, Slow cinema.
-------------------------------- Wim Wenders spricht im Interview mit dem Tagesspiegel über seine Begegnung mit Pina Bausch – und die Bewahrung ihrer Choreografien im 3-D-Kino.
Gespräch mit Wim Wenders
-------------------------------- Werner Herzog nimmt in "Cave Of Forgotten Dreams" die Zuschauer mit in die Chauvet-Höhle im französischen Departement Ardèche. Die Höhle wurde 1994 entdeckt und enthält an die 400 Wandbilder, die bis zu 350.000 Jahren alt sind.
Bester Film: The King’s Speech – Iain Canning, Emile Sherman und Gareth Unwin Beste Regie: Tom Hooper – The King’s Speech Bester Hauptdarsteller: Colin Firth – The King’s Speech Beste Hauptdarstellerin: Natalie Portman – Black Swan Bester Nebendarsteller: Christian Bale – The Fighter Beste Nebendarstellerin: Melissa Leo – The Fighter Bestes Originaldrehbuch: The King’s Speech – David Seidler Bestes adaptiertes Drehbuch: The Social Network – Aaron Sorkin Bester Animationsfilm: The Social Network – Aaron Sorkin Bester Animationsfilm: Toy Story 3 – Lee Unkrich Bester fremdsprachiger Film: In einer besseren Welt (Dänemark) – Regie: Susanne Bier Bester animierter Kurzfilm: The Lost Thing – Shaun Tan und Andrew Ruhemann Bester Kurzfilm: God of Love – Luke Matheny Bestes Szenenbild: Alice im Wunderland – Robert Stromberg und Karen O’Hara Beste Kamera: Inception – Wally Pfister Bestes Kostümdesign: Alice im Wunderland – Colleen Atwood Bester Dokumentarfilm: Inside Job – Charles H. Ferguson und Audrey Marrs Bester Dokumentar-Kurzfilm: Strangers No More – Karen Goodman und Kirk Simon Bester Schnitt: The Social Network – Kirk Baxter und Angus Wall Bestes Make-Up: Wolfman – Rick Baker und Dave Elsey Beste Filmmusik: The Social Network – Trent Reznor und Atticus Ross Bester Filmsong: Toy Story 3 – Randy Newman (We Belong Together) Bester Ton: Inception – Lora Hirschberg, Gary Rizzo und Ed Novick Bester Tonschnitt: Inception – Richard King Beste visuelle Effekte: Inception – Paul Franklin, Chris Corbould, Andrew Lockley und Peter Bebb Ehren-Oscars: * Irving G. Thalberg Memorial Award: Francis Ford Coppola (Regisseur)
* Ehrenoscar: Jean-Luc Godard (Regisseur), Eli Wallach (Schauspieler) und Kevin Brownlow (Filmhistoriker)
Godard hatte sich nach einem monatelangen Briefwechsel mit der Oscar-Akademie entschieden, nicht zur Preisverleihung zu kommen.
Die genauen Gründe sind nicht bekannt, die Akademie betonte jedoch, dass Godard sich für die Ehre bedankt habe und er sie nicht etwa zurückweise. Die Statuette werde ihm zugeschickt.
-------------------------------- Wim Wenders spricht im Interview mit dem Tagesspiegel über seine Begegnung mit Pina Bausch – und die Bewahrung ihrer Choreografien im 3-D-Kino.
Gespräch mit Wim Wenders
-------------------------------- Werner Herzog nimmt in "Cave Of Forgotten Dreams" die Zuschauer mit in die Chauvet-Höhle im französischen Departement Ardèche. Die Höhle wurde 1994 entdeckt und enthält an die 400 Wandbilder, die bis zu 350.000 Jahren alt sind.
Die Nervosität bei den Nominierten wächst, die Spannung bei den Filmfans weltweit steigt, der Countdown läuft: Heute Nacht um 2.00 Uhr unserer Zeit werden in Hollywood die Oscars verliehen.
-------------------------------- Wim Wenders spricht im Interview mit dem Tagesspiegel über seine Begegnung mit Pina Bausch – und die Bewahrung ihrer Choreografien im 3-D-Kino.
Gespräch mit Wim Wenders
-------------------------------- Werner Herzog nimmt in "Cave Of Forgotten Dreams" die Zuschauer mit in die Chauvet-Höhle im französischen Departement Ardèche. Die Höhle wurde 1994 entdeckt und enthält an die 400 Wandbilder, die bis zu 350.000 Jahren alt sind.
Berlinale 2011: Iranischer Film erhält Goldenen Bären.
Zum ersten Mal geht der Filmpreis Goldener Bär an einen Beitrag aus Iran, an das Familiendrama "Nader und Simin, Eine Trennung" von Jodaeiye Nader az Simin!
Zwei Auszeichnungen holten deutsche Regisseure: Den Silbernen Bären für die beste Regie nahm Ulrich Köhler für seinen Entwicklungshelfer-Film "Schlafkrankheit" entgegen. Den Alfred-Bauer- Preis erhielt Andres Veiel für sein RAF-Drama "Wer wenn nicht wir". Veiel sagte: "Es ist ein berührender, großartiger Augenblick." Der Ungar Béla Tarr wurde mit dem Großen Preis der Jury für sein in schwarz-weiß gedrehtes Epos "The Turin Horse" geehrt.
Die 61. Berlinale geht am Sonntag mit dem traditionellen Publikumstag zu Ende.
Bei den Internationalen Filmfestspielen in Berlin wurden in diesem Jahr fast 400 Filme aus fast 60 Ländern gezeigt.
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Eröffnungsgala der 61. Berlinale:
Politisches Bekenntnis, bewegende Momente: Die Eröffnungsgala der 61. Internationalen Filmfestspiele würdigt Jafar Panahi und verspricht ein aufregendes Festival.
--------------------------------- Wim Wenders spricht im Interview mit dem Tagesspiegel über seine Begegnung mit Pina Bausch – und die Bewahrung ihrer Choreografien im 3-D-Kino.
-------------------------------- Werner Herzog nimmt in "Cave Of Forgotten Dreams" die Zuschauer mit in die Chauvet-Höhle im französischen Departement Ardèche. Die Höhle wurde 1994 entdeckt und enthält an die 400 Wandbilder, die bis zu 350.000 Jahren alt sind.
Bei den Internationalen Filmfestspielen in Berlin werden in diesem Jahr fast 400 Filme aus fast 60 Ländern gezeigt.
Im offiziellen Wettbewerb um den Goldenen und die Silbernen Bären sind 16 Beiträge. Darunter seien 13 Weltpremieren, teilten die Veranstalter am Dienstag mit. Berlinale-Chef Kosslick sagte, das Filmfestival widme sich diesmal vor allem neuen Formen und Tendenzen im Kino. Dazu gehörten mehrere 3-D-Filme.
Eröffnet wird die Berlinale am 10. Februar mit dem für zehn Oscars nominierten US-Western "True Grit". Neben den Regie-Brüdern Ethan und Joel Coen kommen auch die Hauptdarsteller Jeff Bridges, Josh Brolin und Hailee Steinfeld zur Deutschland-Premiere.
Die Berlinale widmet ihre Retrospektive in diesem Jahr dem Lebenswerk des schwedischen Regisseurs Ingmar Bergman. Dazu sollen sämtliche Filme gezeigt werden, wie die Berliner Filmfestspiele am Mittwoch mitteilten.
Zudem werden mit Harriet Andersson, Gunnel Lindblom und Liv Ullmann drei herausragende Bergman-Darstellerinnen auf der Berlinale "ihre" Filme vorstellen. In Podiumsgesprächen berichten sie über Leben und Arbeit mit Bergman.
Der Regisseur produzierte über 60 Drehbücher und Filme, darunter "Szenen einer Ehe" und "Fanny und Alexander".
Immer am ersten Dienstag im Monat treffen sich filminteressierte Kinowerkstattzuschauer zum Jour Fixe, um über das Programm zu diskutieren: Was wird nächstens laufen? Welche wichtigen Filme sollen gezeigt werden? Wer sich informieren will oder ein Anliegen an die Kinowerkstatt hat, ist willkommen.
Nächster Jour Fixe: Dienstag, 1. Februar, 19:30 Uhr im Kino!
Wer die ganze Zeit schon dachte, dass der ganze Rummel um die WikiLeaks-Veröffentlichungen und die offensichtlich damit zusammenhängenden Anschuldigungen gegenüber Julian Assange auch aus einem Hollywood-Film stammen könnten, darf sich nun bestätigt fühlen. Laut Variety bemühen sich die Produzenten Barry Josephson und Michelle Krumm um die Filmrechte von "The Most Dangerous Man in the World", einer Biografie über WikiLeaks-Gründer Julian Assange des australischen Journalisten Andrew Fowler, um daraus ein "spannendes Thriller-Drama" zu machen.
Phoenix- Fernseh-Tipp: WikiLeaks - Rebellen Im Netz!
WikiLeaks-Gründer Julian Assange (Quelle: dapd)
Ein Mann und eine Organisation halten buchstäblich die gesamte Welt in Atem: WikiLeaks, eine Internet-Plattform, die Hunderttausende geheime Regierungsdokumente veröffentlicht hat, und ihr Gründer Julian Assange schreiben ein neues Kapitel Mediengeschichte.
auf PHOENIX
WikiLeaks hat binnen weniger Monate mehr geheime Regierungsinformationen veröffentlicht als dies in der Geschichte jemals passiert ist. Die Dokumentation zeigt bisher unbekannte Bilder aus dem Inneren der Wikileaks-Organisation, beschreibt den Werdegang eines Mannes, der mit einem Schlag weltberühmt wurde. Julian Assange berichtet in ausführlichen Interviews über seine Strategie.
Jesser Huor und Bosse Lindquist erzählen die persönliche Geschichte des Mannes, der gegen seine Auslieferung nach Schweden kämpft, von seiner Jugend, in der er als Hacker in Computer der Armee eindrang, bis zu den Vergewaltigungs-Vorwürfen heute.
DER BRAND
Es ist der packendste Film dieses Wettbewerbs: „Der Brand“ von Brigitte M. Bertele, die Geschichte von Gewalt und deren langer, lebensbestimmender Nachwirkung. Eine junge Frau (intensiv gespielt von Maja Schöne; Foto) wird von einer Zufallsbekanntschaft vergewaltigt. Sie erstattet Anzeige, doch der Täter wehrt sich juristisch: Alles sei in beiderseitigem Einvernehmen geschehen, sie möge es eben gerne „ein wenig härter“. Von Ihrem Anwalt hört sie Sätze wie „Gehen Sie mal nicht zugrunde an Ihrem Selbstmitleid“, von ihrem überforderten und buchstäblich verständnislosen Lebensgefährten den Ratschlag, „das jetzt mal ruhen zu lassen“. Wie das Opfer versucht, die juristische wie die emotionale Ohnmacht hinter sich zu lassen und wieder die Kontrolle über ihr Leben zu gewinnen, erzählt dieser kammerspielartige Film mit höchster innerer Spannung. Er konzentriert sich dabei ganz auf das Opfer. Die Drehbuchautorin Johanna Stuttmann hat dankenswerterweise kein Krimi-Psychoduell entworfen, auch wird nicht versucht, die Tat oder den Täter zu erklären – was würde das nützen oder aussagen? Ein düsterer Film über einen schwierigen Weg zurück ins Leben , der ohne einen letzten Umweg, das ist die schmerzhafte Pointe des Films, nicht gelingt.
So 14.15: CS 2.
---------------------------------- PAPAGOLD ....Um Verantwortung und den nicht zu leugnenden Reiz der Verantwortungslosigkeit geht es in „Papa Gold“ , dem Regiedebüt des Schauspielers Tom Lass. Ohne Drehbuch und nahezu ohne Budget locker improvisiert, hat der Film eine Atmosphäre des Direkten, Unerwarteten; manche Dialoge und Szenen laufen dabei ebenso ins Leere wie im wirklichen Leben . Lass als tief verunsicherter Studenten-WG-Casanova, der seine Freundinnen mit den immergleichen eisigen Floskeln abserviert, passt dabei bestens zu Peter Trabner: Der spielt den Stiefvater als leidensfähigen Sympathen mit Spießer-Charme, der mit seiner Frau gereizte, direkt aus dem Leben gegriffene Telefonate führt. In einem Wettbewerb mit vielen ausgefeilten, dabei manchmal auch etwas glatten Filmen ist diese improvisierte Geschichte sehr willkommen. So 13.30: FH.
---------------------------------- DER SANDMANN
„Interessante Metapher!“ Das klingt wie ein typischer Kritikersatz, ist aber das, was der junge Benno von einem Psychologen zu hören bekommt – denn Benno verliert Sand; er rinnt ihn aus den Hosenbeinen, aus dem Ärmel, ins ganze Leben . In „Der Sandmann“ zeigt der Schweizer Regisseur Peter Luisi (auch Drehbuch) ein Händchen für skurrile Einfälle, für Wendungen, für Hintersinniges. Erzählt wird die Geschichte eines hemmunglosen Egoisten, der sich seinen Lebenslügen stellen muss, von denen er nicht einmal wusste, dass sie Lügen sind. Eine frische Komödie mit einer der originelleren Liebeserklärungen und einer schönen Folterszene – so also peinigen Briefmarkensammler ihre Opfer. In der Behandlung von Traumebenen wirkt „Der Sandmann“ zudem wie das filmische Gegenmodell zum pompösen „Inception“. Sa 13.30: CS 1; So 20: CS 1.
------------------------------- DER ALBANER
Ein Schnellimbiss, ein steriles Hotel, eine Tanke, rundum blasse Ödnis – so sieht also das gelobte Land aus , das man, wenn man Glück hat, mit einem Mercedes wieder in Richtung Albanien verlässt. Von dort ist Arben nach Deutschland gereist, illegal und viel zu Fuß: 10 000 Euro braucht er, um in seiner Heimat seine schwangere Freundin heiraten zu dürfen. Doch als Illegaler ist er jeder Willkür ausgesetzt, nach Putzjobs landet er bei einer Schlepperbande, seiner einzigen Chance, das Geld zusammenzubringen. Johannes Naber, der aus dem Dokumentarischen kommt, gelingt mit seinem Spielfilmeinstand „Der Albaner“ das spannende Porträt eines Verzweifelten und einer Situation, die keine Alternativen lässt. Gut gespielt, mit Tempo und viel Atmosphäre, ohne Schnörkel inszeniert – ein souveränes Debüt. So 16.30: CS 4.
Max-Ophüls-Festival: Ins Rennen im Kampf um den Hauptpreis geht auch der Homburger Tarek Ehlail mit seinem Film "Gegengerade". Im Interview erzählt der Jung-Regisseur, wie er es geschafft hat, Stars wie Mario Adorf und Moritz Bleibtreu zu engagieren.
weiter --------------- --------------- vom 17. - 23. Januar
Einfacher könnte eine Geschichte kaum sein: Ein junger Autodieb namens Michel (Jean-Paul Belmondo) tötet einen Polizisten, als er die zulässige Höchstgeschwindigkeit auf der Fahrt von Marseille nach Paris überschritten hat und die zwei Polizisten ihn verfolgen. Obwohl er überall von der Polizei gesucht wird, versucht Michel, in Paris eine von ihm angebetete amerikanische Studentin namens Patricia (Jean Seberg) zur gemeinsamen Flucht nach Rom zu bewegen und sich das nötige Kleingeld zu verschaffen, das ihm aus einem Deal mit anderen noch zusteht. Patricia allerdings will sich nicht auf Michel festlegen und in Paris bleiben und ihr Studium abschließen. Und mit dem Geld hapert es auch.
Eine klassische, auf das Wesentliche reduzierte Film-noir-Geschichte, nicht weiter erwähnenswert, könnte man meinen. Was Jean-Luc Godard 1960 daraus machte, war für die Entwicklung des Kinos jedoch mindestens so bedeutend wie Orson Welles „Citizen Kane” von 1942 oder Akira Kurosawas „Die sieben Samurai” von 1954. Godard warf etliche klassische Regeln des Filmemachens über den Haufen. weiter
--------------- --------------- vom 17. - 23. Januar
Kinofans im Saarland und Umgebung und Nachwuchs-Filmemacher fiebern dem 17. Januar 2011 entgegen. Dann startet das
Filmfestival Max Ophüls Preis zum 32. Mal. Eröffnungsfilm ist der Dokumentarfilm BAD BOY KUMMER über den Journalisten Tom Kummer, der jahrelang die Medienöffentlichkeit mit gefälschten Promi-Interviews genarrt hatte. Charlotte Britz, Oberbürgermeisterin der Landeshauptstadt Saarbrücken, Peter Müller, Ministerpräsident des Saarlandes sowie Gabriella Bandel und Philipp Bräuer, künstlerische Leiter des Festivals, werden die Festivalwoche eröffnen. Durch den Abend führt Jochen Schropp. Zudem werden der Regisseur Miklos Gimes sowie die Produzenten Markus Halberschmidt, Marcello Busse und Marcel Höhn anwesend sein. Premiere des SR-Tatorts:
Am 21.01. um 22.30 Uhr wird der neue SR-Tatort “Heimatfront” im Rahmen des 32. Max-Ophüls-Festivals uraufgeführt. Regisseur Jochen A. Freydank erhielt bereits einen Oscar für den Kurzfilm “Spielzeugland”.
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Sidney Lumet - einer der spannendsten Regissseure.
»Einer der spannendsten Regisseure des amerikanischen Kinos.« Michael Althen, Frankfurter Allgemeine Zeitung »Die meisten Kritiker sind sich einig, dass sein Werk vor allem um Recht und Gesetz kreist, der Ambivalenz von Justiz und Gerechtigkeit nachspürt.« Süddeutsche Zeitung »Seine Arbeit hat einen unauslöschlichen Eindruck sowohl bei Kinogängern, als auch in der Geschichte des Films hinterlassen.« (Academy Awards) »Was Lumet schreibt, ist Erzählkunst.« The New York Times »Die Film-Bibel eines Meisters. Es erzählt detailreich und Schritt für Schritt das Entstehen eines Films. Man glaubt am Set zu sein. Ein Muss.« Quincy Jones »Sidney ist der Maestro … Sein Buch ist, wie seine Filme sind – freimütig, ehrlich, temporeich und sehr, sehr klug. Jeder, der ernsthaft am Film interessiert ist, sollte es lesen.« David Mamet »Es ist ein Geschenk für uns alle, dass Sidney Lumet, einer der größten Filmemacher Amerikas, seine Ansichten mit uns teilt.« Steven Spielberg »Unschätzbar … Ich werde manchmal gefragt, ob es das eine Buch gibt, durch das ein Filmfreund mehr darüber erfährt, wie Filme gemacht werden und worauf man achten sollte, wenn man sie sieht. Dies ist das Buch.« Roger Ebert, The New York Times Book Review. Sidney Lumets Filme haben mehr als fünfzig Oscar-Nominierungen erhalten. Im Jahr 2005 erhielt er den Oscar für sein Lebenswerk. Lumet gilt als einer der wichtigsten Regisseure des amerikanischen Kinos: »Seine Arbeit hat einen unauslöschlichen Eindruck sowohl bei Kinogängern, als auch in der Geschichte des Films hinterlassen.« (Academy Awards)
Einen ausgesprochen kenntnisreichen "Rückblick auf ein ungewöhnliches Kinojahr" hat Jan Schulz-Ojala im TAGESSPIEGEL BERLIN geschrieben. Sein Ansatz: "Wenig Besucher, viele Filme – und eine Mode namens 3-D: Ob sich ausgerechnet mit dem Prinzip Überangebot der Besucherschwund bekämpfen lässt?" Er analysiert die mageren Besucherzahlen dieses Kinojahres, zeigt den mangelhaften nationalen Filmanteil auf, thematisiert die 3D-Diskussion und vor allem die Auswirkungen der Filmflut und auch die Probleme des Marketing bei anspruchsvollen Filmen. - Der ganze lesenswerte Tagesspiegel-Artikel hier...
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Er war der Weltmeister im Wahnwitz: Hollywood-Regisseur Blake Edwards schuf mit Filmen wie "Frühstück bei Tiffany" oder "Victor/Victoria" ebenso komische wie auch tragische Geniestreiche. Das passte zum Leben des chronisch Depressiven, der doch alle zum Lachen brachte.
In einer Zeit, in der viele hochnäsige Europäer es liebten, Hollywood als eine einzige große Verblödungsfabrik zu beschimpfen, trumpfte Blake Edwards auf mit Humor, Intelligenz und Eleganz - indem er Filme schuf, die an Schönheit und Spaß fast alles übertreffen, was die Kinogeschichtschreiber sonst bis heute so als Meilensteine feiern.
Blake Edwards, der Ende letzten Jahres mit 88 Jahren starb, war unter anderem der Regisseur der Filme "Frühstück bei Tiffany" (1961), "Der Rosarote Panther" (1963) und "Der Partyschreck" (1968). Es ist ein lächerliches Unrecht, dass er nie einen regulären Regie-Oscar bekommen hat, sondern nur 2004 die Ehrenauszeichnung der so genannten Academy.
"Ich habe mein ganzes Leben damit zugebracht, unserer traurigen Existenz eine lustige Seite abzugewinnen", hat Edwards einmal gesagt, "und irgendwann hab ich es geschafft, mir Szenen auszudenken, die mir und den Zuschauern halfen, den Schmerz wegzulachen."
Wussten Sie schon? Mit der Ki(no)We(rkstatt) -Karte haben Sie ein Jahr lang ermäßigten Eintritt in der Kinowerkstatt. Die Karte kostet einmalig 10.- Euro, pro Film zahlen Sie dann nur 3.- Euro (statt bisher 4.-), Schüler und Studenten zahlen 2.- Euro (statt bisher 2.50 Euro). Wenn Sie uns Ihre E-Mail-Adresse mitteilen, bekommen Sie das aktuelle Programm jede Woche zugeschickt. Wir informieren Sie über kurzfristige Programmänderungen und besondere Veranstaltungen. Einfach eine Mail an kinowerkstatt@gmx.de schicken.
Die KiWe-Karte erhalten Sie an der Kinokasse.
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Für die Kinowerkstatt, die im zukünftigen Kulturzentrum 'Alte Baumwollspinnerei' unterkommen soll und will, existiere weder ein gültiger Nutzungsüberlassungsvertrag zwischen Verein und Stadt zum derzeitigen Spielort in der Pfarrgasse, noch sei klar, zu welchen Bedingungen die Kinowerkstatt in der Baumwollspinnerei untergebracht werde, erläuterte der wiedergewählte Vorsitzende des Kinowerkstattvereins, Fred Schneider-Mohr, in der Mitgliederversammlung am 12. November 2010.
Dies löste bei den versammelten Mitgliedern Enttäuschung und die Sorge aus, wie denn die Zukunft in der Baumwollspinnerei aussehen wird. Die Mitgliederversammlung hat sich einmütig darauf festgelegt, dass ein Umzug in das geplante Kulturzentrum nur dann vonstatten gehen kann, wenn ein Nutzungsüberlassungsvertrag von beiden Seiten unterzeichnet ist. Ansonsten wäre einem Verbleib des Kinos im Juz der Vorzug zu geben.
---------------------- Interview mit OB Georg Jung zum Thema und Stellungnahme Schneider - Mohr
Die Mitgliederversammlung des Kinowerkstattvereins hat einen neuen Vorstand gewählt, der nun drei Jahre lang Verantwortung tragen wird. Nicht wieder kandidierten Adolf Kimmel (Beisitzer) und Klaus Güttes (Schriftführer). Bei der Neuwahl wurde Fred Schneider-Mohr in seinem Amt als Vorsitzender bestätigt. Ebenso bestätigt wurden Kerstin Ziemen (stellvertretende Vorsitzende), Jürgen Meier (Kassenwart), Dirk Bauer (Beisitzer) und Birgit Müller (Beisitzende). Christopher Jost – im vorgängigen Vorstand noch Beisitzer - wurde in das Amt des Schriftführers gewählt. Neumitglied im Vorstand wurde Gudrun Behr (Beisitzende).
Das Warten hat ein Ende: Volkshochschule St. Ingbert, Saarlandmedien und der Kinowerkstattverein präsentieren das neue Filmkolleg "Filmreif - Internationale Filmklassiker - neue Sichtweisen: Casablanca ...und viel mehr" ab Mittwoch, den 10. November. Jeweils mittwochabends (alle 14 Tage) kann der interessierte Zuschauer mehr über die Filme des laufenden Programms erfahren, die Filmsprache von Regisseuren kennen lernen, er bekommt Hintergrundinformationen und lernt, Filme zu analysieren. Dazu werden die Filme in Ausschnitten gezeigt und ausführlich besprochen. Das neue Filmkolleg beginnt am Mittwoch, den 10. November, um 19:30 Uhr mit CASABLANCA. Die Leitung hat Matthias Ziegler. Ein 14-täglicher Rhythmus macht den Besuch des Kollegs für Berufstätige und familiär stark eingebundene Personen realistischer. Die Termine entnehmen Sie bitte dem angehängten Plakat. Anmeldungen für die Teilnahme am Kolleg werden noch entgegengenommen unter Tel. 06894/36821. Teilnahmegebühr für das gesamte Kolleg: Erwachsene: 25 Euro, Vereinsmitglieder: 15 Euro, Schüler: 10 Euro. Auch der Besuch von Einzelkollegabenden ist möglich: 5 Euro/3 Euro Schüler
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Termine:
Mitgliederversammlung des Kinowerkstattvereins mit Neuwahlen, am Freitag, den 12. November, um 19 Uhr im Kino. Im Anschluß läuft ein Überraschungsfilm!
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Cine Móviles – Das argentinische Wanderkino auf Tour in St. Ingbert.
Berlin, Leipzig, Magdeburg, Hamburg, Bremen, Köln, Krefeld, Idar-Oberstein und - St. Ingbert, weiter geht es nach Rottenburg, München, Leipzig wieder nach Berlin. In der Kinowerkstatt macht das "cine moviles", das argentinische Wanderkino, auf seiner Tour durch Deutschland Station. Die Tour führt durch alle Bundesländer. Besucht werden 30 Orte und Städte.
Claude Chabrol, einer der letzten großen Regisseure der Nouvelle Vague, ist tot.
Claude Chabrol, einer der letzten großen Regisseure der Nouvelle Vague, ist tot. Erst am 24. Juni war er 80 geworden. Rivette und Resnais sind noch da, auch Jean-Luc Godard, der selber bald 80 wird und dem Filmfest Cannes dieses Jahr eine Flaschenbilderpost schickte. Die anderen nicht mehr, Truffaut und Rohmer, mit denen Chabrol als Kritiker bei den "Cahiers du Cinéma" anfing (und ein Buch über Hitchcock schrieb), nachdem der Pariser Apothekersohn erst Pharmazie und Literaturwissenschaft studiert hatte, um für den Rest seines Lebens Filme zu drehen. Seit seinem Debüt von 1958, "Die Enttäuschten", und dem Berlinale-Sieger "Schrei, wenn du kannst" ein Jahr darauf sind es fast 60 Produktionen fürs Kino und 20 fürs Fernsehen geworden.
Alle Augen richten sich vom 1.- 11. September 2010 wieder auf die Lagunenstadt Venedig. Denn dann findet das 67. Internationale Filmfestival von Venedig statt. Neben dem Filmfestival im französischen Cannes und der Berlinale in Deutschlands Hauptstadt gehört das Festival am Lido zu den wichtigsten Filmfestspielen der Welt.
Der amerikanische Regisseur, Produzent und Drehbuchautor Quentin Tarantino leitet in diesem Jahr die Jury in Venedig. Tarantino, der im Jahr 2004 auch die Jury-Präsidentschaft in Cannes innehatte, wurde für die Position als "einer der wichtigsten Schöpfer des zeitgenössischen Kinos" ausgewählt. Der Filmregisseur und Produzent John Woo ("Mission Impossible") erhält den Goldenen Löwen für sein Gesamtwerk. Dem 1946 in China geborenen Woo sei es gelungen, Inszenierungskunst und Schnitt zu revolutionieren und das Genre des Actionfilms im höchsten Grad zu stilisieren, heißt es in der Begründung. Dies sei Woo sowohl in Asien wie auch in Hollywood gelungen.
"So schön wie hier kann's im Himmel gar nicht sein": Regisseur Christoph Schlingensief ist tot.
Seine Filme trugen Namen wie "Ein deutsches Kettensägenmassaker", "100 Jahre Adolf Hitler" und "Terror 2000".
Der Apothekersohn aus Oberhausen war das Enfant Terrible der deutschen Kulturszene - und zugleich ihr liebster Junge. Nett, charmant, mit genialisch verstrubbelten Haaren tigerte er durch Berlin, inszenierte Theaterstücke, trat in Talkshows auf, kannte alle, sprach mit jedem. Auf der Bühne schockte er mit "Schlacht um Europa" oder "Fickcollection". Er ging mit geistig Behinderten zum Weihnachtsshoppen. Gründete die Partei "Chance 2000" mit dem Slogan "Scheitern als Chance". Lud alle deutschen Arbeitslosen dazu ein, gleichzeitig in den Wolfgangsee zu springen, um ihn zum Überlaufen zu bringen und dadurch Helmut Kohls Urlaubsort zu fluten. Und als Schlingensief auf der documenta in Kassel "Tötet Helmut Kohl" forderte, wurde er verhaftet. Aber er ließ nicht locker.
Er veranstaltete Pfahl-Wettsitzen, ließ sein Publikum die geografische Lage von KZs raten, packte Asylbewerber in einen Container und ließ sie in "Big Brother"-Manier vom Publikum rauswählen. Wer als letzter blieb, sollte Asyl in Österreich bekommen. Geschmacklos und scheußlich, billig und ekelhaft fanden das viele. Und sahen nicht, wie intelligent er die Politik vorführte und die Spießigkeit des Bösen zeigte.
Ein begnadeter Nicht-Schauspieler: Bruno S. gestorben
In einem Studentenfilm über Straßenmusiker entdeckte ihn Werner Herzog 1970. Vier Jahre später übernahm Bruno S. in Herzogs Kaspar-Hauser-Film „Jeder für sich und Gott gegen alle“, der 1974 die Goldene Palme in Cannes holte, die Hauptrolle. Und blieb unvergesslich. Sie war ihm auf den Leib geschrieben. 23 Jahre lebte er in Heimen, galt als geistig „zurück“. In Herzogs grandiosem „Strozek“ (1976) fuhr er am Ende
im Skilift in den Tod. 34 Jahre später starb er, der mit dem Akkordeon jahrzehntelang in Berlin um die Höfe zog, nun mit 78.
Heute ist es kaum noch vorstellbar, dass Alfred Hitchcock in der Filmwelt einmal lediglich den Ruf eines versierten Handwerkers genoss. Mit dem Namen Hitchcock, der noch heute Cineasten in aller Welt elektrisiert, verbanden viele bis in die 1960er Jahre lediglich den eines routinierten Unterhaltungsregisseurs. Alfred Hitchcock wurde am 13. August 1999 geboren, er wäre am Freitag 111 Jahre alt geworden.
"Tatsächlich hatte dieser große deutsche Schauspieler, der mit 38 Jahren am 23.Juni viel zu früh gestorben ist, etwas fast Amerikanisches in seiner zurückhaltenden Art."
(Anke Sterneborg in epd-film) Die Kinowerkstatt zeigt Frank Giering in seinem vielleicht schönsten und intensivsten Film: " Absolute Giganten" von Sebastian Schipper. Sehenswert!
Immer am ersten Dienstag im Monat treffen sich filminteressierte Kinowerkstattzuschauer zum Jour Fixe, um über das Programm zu diskutieren. Hier der Bericht vom letzten Treffen: Mit dem Jour Fixe immer auf dem Laufenden
Immer am ersten Dienstag im Monat treffen sich filminteressierte Kinowerkstattzuschauer zum Jour Fixe, um über das Programm zu diskutieren: Was soll nächstens laufen? Welche wichtigen Filme sollen gezeigt werden? Wie kann das Programm begleitet werden? Auch diejenigen, die, - sei es im Verein oder als Lehrer - die Kinowerkstatt nutzen wollen, finden hier ein Forum, um ihre Ideen einzubringen.
Nächster Jour Fixe: Dienstag, 3. August, 19:30 Uhr im Kino!
Buchtipp: WERNER GRASSMANN: Hinter der Leinwand. Film- und Kinogeschichten
Werner Grassmann – als "Vater aller Programmkinos" in Deutschland hat der SPIEGEL ihn tituliert, und das von ihm gegründete "Abaton"-Programmkino in Hamburg als "Mutter aller Programmkinos". Zudem hat er den Verband der Programmkinos, die "AG Kino", ins Leben gerufen, und Filmproduzent ist er über all die Jahre auch noch gewesen. Jetzt hat der mittlerweile 83jährige Werner Grassmann sozusagen für seine Kinofamilie seine Erinnerungen aufgeschrieben. Mit viel Witz und Charme, anekdotenreich und durchaus selbstironisch erzählt er "Film- und Kinogeschichten", von den Anfängen mit dem "kleinsten und originellsten Kino der Welt", das er 1953 eröffnete, über Studioregisseurstätigkeit bei der "Tagesschau" bis hin zur Kinoarbeit im "Abaton".
Neu auf DVD: „Stoner“ mit Ex-James-Bond George Lazenby Mogelpackung, aber empfehlenswert
Hut ab vor so viel geschäftstüchtiger Frechheit: Auf der DVD-Hülle sieht man den Einmal-007 George Lazenby, der 1969 den James Bond
in „Im Geheimdienst ihrer Majestät“ gespielt hat. Der Film selbst nennt sich sehr ähnlich „Im Geheimauftrag ihrer Majestät“ (Anbieter:
Voulez Vous Film). Doch Obacht: Mit einem britischen Agentenfilm hat man es hier nicht zu tun, sondern mit einem der Hongkong-Filme,
die Lazenby in den 70ern herunterkurbelte, um seine Miete zu zahlen. In „Stoner“ (so heißt der Film eigentlich) spielt er einen australischen
Ermittler, der einen asiatischen Rauschgiftring sprengt – mit seiner Spürnase über dem buschigen Schnäuzer und ziemlich flotten Karate-Künsten. 70er-Jahre-Trash in Reinkultur ist das: psychedelisch bunte Farben, Schlaghosen, Prügeleien und dusselige Dialoge – der Unterhaltungswert ist also enorm. Als Zugabe gibt es eine ZDF-Sendung aus den Siebzigern, die schon allein das Geld wert ist: eine bierernste
Dokumentation über die höchst produktive Hongkong- Filmindustrie, in den strengen Augen des ZDF eine Schundfabrik, die man schnell schließen sollte. George Lazenby erklärt dem ZDF den Reiz der Hongkongfilme: „Wenn man sich einen anschaut, glaubt man sofort, dass man seinen Chef verprügeln könnte.“ Stimmt. Insgesamt also eine höchst empfehlenswerte DVD-Mogelpackung. tok (Gefunden im treff.regional der SZ ,Tipps von Redakteur Tobias Kessler)
Nach Saarbrücken kommt heute, Donnerstag, 22. Juli, der Mainzer Regisseur Uwe Boll. Bei der 18-Uhr-Vorstellung im Filmhaus (Mainzer Straße) stellt er „Darfur" vor, seinen Spielfilm über den aktuellen Völkermord im Sudan, .."den ich wärmstens empfehlen kann". Andrea Dittgen in der Rheinpfalz: "Nach der Vorstellung diskutiert er darüber mit den Zuschauern. Auch das ist zu empfehlen, denn Boll nimmt kein Blatt vor den Mund und ist unverschämt unterhaltsam, egal über wen er gerade herzieht. „Darfur" läuft die ganze Woche im Filmhaus."
"„Darfur“, so Boll, sei der beste Film über Afrika, besser auch als „Hotel Ruanda“, das habe 'Amnesty International' ihm bescheinigt."
DVDs jenseits der Grenze, ob im „Cora“- Supermarkt in Forbach oder bei „Record“ in Großblittersdorf, lohnt sich – oft genug gibt es dort französische Filme, die bei uns erst viel später (oder nie) ins Kino kommen: Wer nicht erst bis zum 26. August warten will, bis die in ihrer Heimat
enorm erfolgreiche Sempé-Adaption „Der kleine Nick“ in unsere Kinos kommt, der findet bei den Nachbarn die großzügig ausgestattete
Doppel-DVD „Le petit Nicolas“ (ohne deutschen Ton, aber mit englischen und französischen Untertiteln).
Auch die Filmbiografie „Gainsbourg“, bei uns erst ab 21. Oktober im Kino, steht schon als DVD im Regal. Zu haben ist auch Alain Corneaus
Remake des Gangsterfilms „Le deuxième souffle“ von Jean-Pierre Melville – damals mit Lino Ventura, heute mit Daniel Autueil und Monica Bellucci. Der harte Krimi lief bei uns nie, bei den Nachbarn gibt es ihn für um die fünf Euro. tok
(Gefunden im treff.regional der SZ ,Tipps von Redakteur Tobias Kessler)
Das Festival des deutschen Films in Ludwigshafen vom 16. bis 27. Juni 2010
Moritz Bleibtreu
Das Festival des deutschen Films in Ludwigshafen, eine Initiative des Internationalen Filmfestivals Mannheim-Heidelberg, zeigt vom 16. bis 27. Juni 2010 in zwei grossen Zeltkinos auf der Parkinsel direkt am Rhein ausschließlich neue deutsche Filme. Seit 2005 vergibt das Festival den mit 50.000 Euro dotierten "Filmkunstpreis", der als Förderpreis für das nächste Projekt zur Hälfte an den Regisseur sowie an den Produzenten des Gewinnerfilms geht. Belohnt wird der Mut zum künstlerischen Risiko, abseits von kommerziellen Überlegungen. Präsentiert werden neue deutsche Filme, die in ihrer Art eigensinniges Autorenkino der Gegenwart sind. Diese sind: 'Renn, wenn du kannst' von Dietrich Brüggemann, 'Orly' von Angela Schanelec, 'Die zwei Leben des Daniel Shore' von Michael Dreher und 'Wie Matrosen' von Jesper Petzke. Moritz Bleibtreu wird beim kommenden 6. Festival des deutschen Films in Ludwigshafen am Rhein mit dem "Preis für Schauspielkunst" ausgezeichnet. Das Festival vergibt diesen Preis an herausragende Schauspielerinnen und Schauspieler, die Gelegenheit hatten, Charakter und Persönlichkeit zu zeigen im deutschen Film. Moritz Bleibtreu nimmt den Preis am 18. Juni 2010 persönlich in Ludwigshafen entgegen.
Ein Bericht über die Kinowerkstatt und die kommunalen Kinos im Saarland ("..anspruchsvoll, idealistisch und Träger von Kulturgut") ist unter Kinowerkstatt im Fernsehen auf sr-online.de 'Mediathek-Kulturspiegel' zu sehen.
- Knallbunt, unwirklich - und ausgezeichnet Jury-Präsident Tim Burton lobte den Siegerfilm als "wunderschönen Traum". Der ungewöhnlichste Beitrag hat gewonnen: Der thailändische Film "Uncle Boonmee Who Can Recall His Past Lives" des Regisseurs Apichatpong Weerasethakul erhielt in Cannes die Goldene Palme - und damit ein Film nach dem Geschmack von Jury-Chef Tim Burton.
Begeisterung im Großen Festspielsaal an der Croisette, und Rührung beim thailändischen Regisseur Apichatpong Weerasethakul.
Sein Film
"Onkel Boonmee...", erzählt die Geschichte eines todkranken Manns, der sich an seine früheren Leben erinnern kann, der mit seiner verstorbenen Frau in Kontakt steht und dem sein verschollener Sohn als Affe erscheint. Knallbunte Farben, unwirkliche Szenen herrschen vor im Film dieses Künstlers, dessen Leinwandinstallationen unlängst im Münchner Haus der Kunst zu sehen waren.
Der schräge Film, schrill und still zugleich, war sicher der ungewöhnlichste, den Cannes dieses Jahr gesehen hat - und genau das hat Jury-Präsident Tim Burton, der so skurrile Filme wie "Edward mit den Scherenhänden" und "Ed Wood" inszeniert hat, so fasziniert.
Lob von Tim Burton ...
"Was ich an diesem Festival liebe ist, dass man hier etwas zu sehen bekommt, was es sonst nicht mehr gibt", sagt Burton. "In unserer globalisierten Welt werden die Filme doch immer westlicher und hollywoodmäßiger." Aber bei diesem Film sei schon die Perspektive völlig neu: "Die Fantasy-Elemente setzt er ganz anders ein als ich das je gesehen habe. Auf mich macht der ganze Film den Eindruck eines wunderschönen Traums, und so was sieht man nicht oft."
Filmpreis in Silber: "Sturm" von Hans-Christian Schmid
Gerade wurde "Sturm" mit dem Deutschen Filmpreis in Silber als Bester Spielfilm, mit dem Preis für den Besten Schnitt (Hansjörg Weißbrich) und dem Preis für die Beste Filmmusik ("The Notwist"), ausgezeichnet.
Hans-Christian Schmid ist es gelungen, nicht nur einen drängenden, politischen Film über Zivilcourage zu drehen, sondern auch einen spannenden Thriller, der die Zuschauer im Sturm erobert. Läuft diese Woche in der Kinowerkstatt!
Ein Tipp nicht nur für alle, die den Film über Niki de Saint Phalle in der Kinowerkstatt gesehen haben:
Entdecken Sie die Sonderaustellung Niki de Saint Phalle vom 1. April bis zum 29. August. Die weltbekannte franco-amerikanische Künstlerin wird gefeiert, mit rund 130 ihrer Meisterwerke im Schloss Malbrouck - Château de Malbrouck 57480 Manderen 00 33 (0) 3 87 35 03 87 - bei Manderen (zw. Wadern und Perl auf der franz. Seite)
Jeden Sonntag können die Kinder auch noch an Workshops teilnehmen, die Themen um Niki de Saint Phalle und ihr Werk behandeln.
- Deutscher Film trauert um genialen Außenseiter -
Werner Schroeter erlag am 12. April 2010, mit nur 65 Jahren, seiner Krebserkrankung. Dies teilte seine Mitarbeiterin und Freundin Monika Keppler der Nachrichtenagentur dpa mit. Der Film- und Theaterregisseur weigerte sich in den Ruhestand zu gehen und arbeitete bis zuletzt an mehreren Projekten.
Werner Schroeter gilt neben Rainer Werner Fassbinder, Alexander Kluge, Werner Herzog und Wim Wenders als der wichtigste deutsche Filmregisseur der Nachkriegszeit, der sich auch mit Theater- und Opernproduktionen einen Namen gemacht hat. 2008 wurde Schroeter bei den Filmfestspielen von Venedig für sein innovatives Gesamtwerk mit dem Goldenen Löwen ausgezeichnet.
Bei der Berlinale 2010 erhielt Schroeter im Rahmen des Teddy Awards eine Auszeichnung für sein Lebenswerk. Der Regisseur nahm den Preis sichtlich bewegt entgegen. Verdient hat er ihn. Der 1945 als Sohn eines Ingenieurs in Thüringen geborene Autodidakt brachte sich das Filmhandwerk mit einer 8-mm-Kamera selbst bei. Zu seinen wichtigsten Arbeiten gehören das Gastarbeiterdrama "Palermo oder Wolfsburg" (1980), läuft demnächst, die Ingeborg-Bachmann-Verfilmung "Malina" mit Isabelle Huppert (1991) und "Marianne Hoppe - Die Königin" (2000).
Der Regisseur Dirk Szuszies präsentiert seinen Film 'Another Glorious Day'. "Ein hervorragend gedrehter Theaterfilm über politisch aufrüttelndes Theater. Eine Absage an Krieg und an alle Mechanismen, die ihn erzeugen." (Münchner Merkur, Christine Diller)
Dieser Dokumentarfilm bietet Einsichten, die es in sich haben. Living Theatre der Name ist Programm: der Film zeigt, die Truppe überzeugt nicht nur auf den Brettern einer Bühne, sondern auch draußen auf der Straße, z. B. auf Staßenfesten - solche Auftritte haben die Filmemacher gekonnt in den Streifen eingeblendet ( Neues Deutschland, Walter Kaufmann)
"Ein hervorragend gedrehter Theaterfilm über politisch aufrüttelndes Theater. Eine Absage an Krieg und an alle Mechanismen, die ihn erzeugen." ( Münchner Merkur, Christine Diller)
Zum monatlichen "Jour fixe" treffen sich alle Freunde der Kinowerkstatt St. Ingbert am Dienstag, den 6. April, um 19.30 Uhr, in der Kinowerkstatt, Pfarrgasse 49. Programmvorschläge, Ideen für das weitere Programm, sowie Kritik und Anregeungen stehen auf der Tagesordnung. Alle Interessierten sind eingeladen.
Deutscher Filmpreis: Wird "Soul Kitchen" bester Film?
Fatih Akins SOUL KITCHEN gewann in Venedig den Spezialpreis der Jury - jetzt ist er nominiert für den deutschen Filmpreis für 'Bester Spielfilm' und 'Bester Schnitt' (Andrew Bird). Fatih Akins neuer Film Soul Kitchen spielt in einem gleichnamigen griechischen Restaurant in Hamburg. Hauptperson ist Wirt Zinos Kazantsakis (Adam Bousdoukos), dem das Soul Kitchen gehört. Sein neuer Koch will aus dem Soul Kitchen einen Gourmettempel machen, womit er jedoch die Stammkundschaft vergrault...'Soul Kitchen' - jetzt in der Kinowerkstatt!
Deutscher Filmpreis: 13 Nominierungen für "Das weiße Band"
Michael Haneke
Einen Oscar bekam "Das weiße Band" nicht - aber Regisseur Michael Haneke kann sich über 13 Nominierungen beim Deutschen
Filmpreis für sein in Schwarz-Weiß gedrehtes Vorkriegsdrama freuen. Damit schlägt "Das weiße Band" sogar "Das Leben der
Anderen". Berlin - "Das weiße Band" geht als großer Favorit in das Rennen um den 60. Deutschen Filmpreis. Der Schwarz-Weiß-Film, der
mysteriöse Vorfälle in einem fiktiven norddeutschen Dorf kurz vor Ausbruch des Ersten Weltkriegs schildert, wurde 13 Mal
nominiert, darunter in der Kategorie "Bester Spielfilm", wie die Filmakademie am Freitag in Berlin bekanntgab. Seit die Preisträger
nach Oscar-Vorbild von der Akademie ausgewählt werden - erstmals im Jahre 2005 -, wurde noch nie ein Film für so viele Preise
nominiert. "Das weiße Band" läuft noch einmal heute, Dienstag, den 30. März, um 20 Uhr!
Barbra Streisand: "Es könnte passieren, dass nach all diesen Jahren eine Frau zum ersten Mal den Oscar gewinnt. - Der Moment ist gekommen!"
Oscar für Bester Film, Beste Regie, Bestes Originaldrehbuch, Bester Schnitt, Bester Ton, Bester Tonschnitt für "The Hurt Locker - Tödliches Kommando" von Kathryn Bigelow, damit wurde ein konsequenter Antikriegsfilm ausgezeichnet, in Deutschland brutal gefloppt (Jörg Taschmann) - aber ein äusserst sehenswerter Film.
...nennt sich das Treffen der Freunde der Kinowerkstatt - immer am ersten Dienstag im Monat: Was ist in nächster Zeit im Programm der Kinowerkstatt geplant, welche neuen Ideen und Vorschläge gibt es. Zum nächsten 'Jour fixe' sind alle, die sich für das Programm der Kinowerkstatt interessieren, darüber sprechen und Vorschläge einbringen wollen, herzlich eingeladen. Termin: Di. 2. März, 19.30 Uhr im Kino.
»ueber Macht« ist 2009/2010 in 120 deutschen Städten zu Gast. Die Kinowerkstatt zeigt im Rahmen das bundesweiten Filmfestivals am S0. 28. Februar, 20 Uhr den Film "Monsanto, mit Gift und Genen"von Marie-Monique Robin.
Gentechnische Veränderungen von Saatgut und deren Folgen werden weltweit diskutiert. Die Produktion widmet sich hintergrundreich aber nicht nur den Folgen, sondern geht den Ursachen auf den Grund und deckt auf, welch riesiger Markt dahinter steckt. Dabei führen alle Spuren, auch die von als harmlos gekennzeichneten, hochgiftigen Pflanzenschutzmitteln, auf einen Namen hin: Monsanto. Die Machenschaften der schon unzählige Male verklagten, amerikanischen Firma stehen im Zentrum der Dokumentation, die Gentechnik an sich nicht per se verteufelt, sondern sich vorbildlicherweise sehr hintergründig den Strategien des Konzerns widmet. Durch den Vertrieb von gentechnisch verändertem Saatgut erzielt der Konzern automatisch eine Abhängigkeit des Kunden, denn die gentechnisch veränderten Pflanzen können nur durch ein Pflanzenschutzmittel behandelt werden, dass die Firma natürlich selbst erzeugt. Auch die vertraglichen Bindungen, die den Verbrauchern verbieten, die eigene Ernte wieder als Saatgut zu verwenden, sich vor Dritten zu äußern oder Ertragsausfälle einzuklagen, sind mehr als fraglich. Mittels Interviews und dokumentarischen Bildern rund um die Welt wird dem Zuschauer ein recht umfassendes Bild vom unermesslich katastrophalen Ausmaß der wirtschaftlichen Schachzüge des riesigen Konzerns geboten.
Der Preis der deutschen Filmkritik für den besten Debütfilm 2009 geht an die ZDF-Koproduktion "Salami Aleikum" von Ali Samadi Ahadi. Verliehen wurde die Ehrung am Montag, 15. Februar 2010, im Rahmen der Berlinale. Die Auszeichnung wird vom Verband der deutschen Filmkritik für die besten deutschen Filme vergeben, die im vorangegangenen Kalenderjahr in den Kinos zu sehen waren.
14. Französische Filmtage - Literaturverfilmungen - 12.-15. Februar 2010
Literaturverfilmungen sind das Thema der diesjährigen 14. französischen Filmtage, wobei im Mittelpunkt die filmische Umsetzung des Romans von Madame de Lafayette "La Princesse de Clèves" steht - drei interessante Variationen des Themas finden sich im Programm ebenso wie die filmische Umsetzung des Romans "Germinal" von Emile Zola und "Der Graf von Monte Christo" nach Alexandre Dumas (beide mit Gerard Dépardieu). Die Filmtage stehen wie jedes Jahr unter der Schirmherrschaft von Monsieur le Consul Général de la République française en Sarre. Eröffnung in Anwesenheit des Generalkonsuls: 12. Februar, 20 Uhr.
Die Kinowerkstatt plant zusammen mit Jugendlichen eine lange Kinonacht: Einen ganzen Abend lang mit Freunden und Freundinnen Filme auf der grossen Leinwand anschauen, ist angesagt. Damit das Ganze auch attraktiv wird, haben die Jugendlichen selbst sich die Filme ausgesucht, die in der langen Kinonacht laufen. Die drei Filme sind: "Juno" "Lol" "Born to be wild"
Sie werden am 29. Januar, ab 17 Uhr gezeigt werden. Die Jugendlichen werden aus ihren Reihen eine Jury bestimmen, die den besten Film des Abends zum Gewinnerfilm erklärt. Als Eintritt für den gesamten Abend der langen Kinonacht, die am Freitag, den 29. Januar, stattfindet, sind 3,50 Euro vorgesehen.
SAARBRÜCKEN. Von Montag, 18. Januar bis Sonntag, 24. Januar 2010 findet im Saarbrücken die 31. Auflage des Filmfestivals Max Ophüls Preis (MOP) statt. Hier die Einzelheiten zum „Wettbewerb Langfilm“:
Für den Wettbewerb um den Max Ophüls Preis wurden rund 90 Produktionen eingereicht. 15 Werke werden nun im „Wettbewerb Langfilm“ um den mit 18.000 Euro dotierten Preis konkurrieren. Der Max Ophüls Preis ist außerdem an eine Verleihförderung in Höhe von weiteren 18.000 Euro gekoppelt. Sieben der Wettbewerbsfilme werden im Rahmen des Filmfestivals Max Ophüls Preis ihre Uraufführung feiern, vier Produktionen sind deutsche Erstaufführungen. Somit sind diese elf konkurrierenden Werke auch gleichzeitig für den Preis des Ministerpräsidenten nominiert.
Die Mitglieder des Auswahlbeirates im Bereich des „Wettbewerb Langfilm“ waren Gabriella Bandel (Künstlerische Leitung), Philipp Bräuer (Künstlerische Leitung), Silke J. Räbiger (Leiterin Internationales Frauenfilmfestival Dortmund/Köln) und Christian Bauer (Redakteur SR-Fernsehen).
Die im Wettbewerb um den Max Ophüls Preis konkurrierenden Filme sind:
Vor 80 Jahren, am 9. Dezember 1929, wurde der Regisseur und Schauspieler John Cassavetes geboren.
Als Schauspieler ("Rosemaries Baby") wäre John Cassavetes ein Star geworden, wenn er sich nicht geweigert hätte, einer zu sein. Mit eigenwilligen, sperrigen Filmen begründete er stattdessen in den späten 60er-Jahren das amerikanische Independentkino. Heute wäre Cassavetes 80 Jahre alt geworden.
"Just be yourself!" - der Satz, findet sich in fast allen seinen Filmen. "Sei du selbst"! - das ist auch das künstlerische Credo von John Cassavetes. All seine Filme handeln von Menschen, die den Mut haben, sich selbst zu suchen, indem sie ihren Träumen folgen, ihren Überzeugungen oder einfach ihren Impulsen.
...nennt sich das Treffen der Freunde der Kinowerkstatt - immer am ersten Dienstag im Monat: Was ist in nächster Zeit im Programm der Kinowerkstatt geplant, welche neuen Ideen und Vorschläge gibt es. Zum nächsten 'Jour fixe' sind alle, die sich für das Programm der Kinowerkstatt interessieren, eingeladen. Termin: Di. 1. Dez. 19.30 Uhr im Kino.
1960 lief im Wettbewerb der Internationalen Filmfestspiele Berlin ein Film, der mit allen filmischen Konventionen brach und die Kritiker sprachlos machte. Mit 'A bout de souffle' (Außer Atem, Frankreich 1959/60) gelang dem jungen Godard nicht nur der internationale Durchbruch − der Einzug der Nouvelle Vague stellt rückblickend auch einen der markantesten Wendepunkte in der Geschichte des Festivals dar, so die Berlinale in einer aktuellen Pressemitteilung.
Im Rahmen der Lincoln -Tage läuft am Sonntag, um 20 Uhr "Young Mr. Lincoln" von John Ford aus dem Jahre 1939, ein biografischer Film in der englischen Originalfassung (ohne Untertitel) über den Anfang der Karriere des berühmten amerikanischen Präsidenten, gespielt vom jungen Henry Fonda. Es laden dazu ein: Der Deutsch - Amerikanische Freundeskreis (DAF) Saarpfalz und die Katholische Erwachsenenbildung (KEB).
19 gute Gründe für die Demokratie
Die Jugendpfleger des Saarpfalz-Kreises veranstalten in Kooperation mit Juz-United, der Landeszentrale für politische Bildung Saar und der Kinowerkstatt am Mittwoch, 18. November um 18 Uhr einen Filmabend in der Kinowerkstatt St. Ingbert. Gezeigt werden Ausschnitte aus dem Film "GG19 - 19 gute Gründe für die Demokratie." Eingeladen zu diesem Filmabend mit anschließender Diskussion sind alle selbst verwalteten Jugendzentren und Jugendclubs aus dem Saarpfalz-Kreis.
Klaus G. Ruffing, Leiter des Jugendamtes
An jedem ersten Dienstag im Monat treffen sich Interessierte in der Kinowerkstatt zur Planung von Projekten/des Filmprogramms. Die hier veröffentlichten Protokolle geben Einblick in die laufenden Prozesse und Planungen und ermöglichen so Seiteneinsteigern jederzeit die Teilnahme. Hier das Protokoll vom 3. November 2009.
In Zusammenarbeit mit der Albert Weisgerber Stiftung und dem Museum Sankt Ingbert präsentiert die Kinowerkstatt St. Ingbert eine Veranstaltungsreihe, die sich an drei Terminen im November, jeweils montags um 18 Uhr, Filmen zur Kunst widmet.
Vor den Filmen gibt die Kunsthistorikerin Andrea Fischer M.A. im Rahmen einer kurzen Einführung Einblick in Werk und Vita der vorgestellten Künstler/innen.
Den Anfang macht der Film "Paula Modersohn–Becker, ein Atemzug……von der Antike zur Moderne" (siehe Programm)
"Nach diesem Film werden Sie ein Klavier nie mehr so anhören wie zuvor." Die Kinowerkstatt hat eine von drei Filmkopien in Deutschland an Land gezogen und zeigt mit "Pianomania" einen Dokumentarfilm über den Wiener Klavierstimmer Stefan Knüpfer, der beim Ophüls Begeisterung auslöste. In Zusammenarbeit mit dem Deutschen Tonkünstlerverband und St. Ingberter Musikpädagogen. Samstag, 7. Nov., 17 Uhr. Im Anschluss an den Film wird ein kleiner Imbiss angeboten. Siehe im nebenstehenden Programm.
Zum nächsten 'Jour fixe' am Dienstag, den 3. November um 19.30 Uhr, sind alle Zuschauer und Freunde der Kinowerkstatt und alle, die an einer Zusammenarbeit mit der Kinowerkstatt interessiert sind, in die Pfarrgasse 49 (1. Stock) eingeladen.
"Wir zeigen, wie es im Kino weitergeht"
Vom 27. Oktober bis zum 1. November finden in diesem Jahr die Internationalen Hofer Filmtage statt. Dass die 43. Auflage des renommierten Festivals ein "tolles Programm" bieten wird, verspricht Filmtage-Chef Heinz Badewitz: "Wir stellen junge Talente vor und zeigen, wie es im Kino weitergeht." Als Uraufführung sind an den sechs Festival-Tagen 28 Spiel- und Dokumentarfilme aus Deutschland zu sehen; die Beiträge aus dem Ausland erleben wie gewohnt ihre deutsche Erstaufführung.
Sa. 24. Okt. und So. 25. Okt. jeweils um 20 Uhr: 'Moderne Zeiten' von Charles Chaplin mit Live - Musik.
Der Stummfilm "Moderne Zeiten" von und mit Charles Chaplin wird von Christoph "Tromla" Hans auf humorvolle Weise live im Kinosaal vertont. Nicht nur Schlaginstrumente und das alte Kinoklavier kommen zum Einsatz sondern auch allerlei Geräuschmacher... lassen sie sich überraschen.
Kinowerkstattverein sponsert das Filmkolleg in der Kinowerkstatt
In einer Kooperation mit der VHS findet in der Kinowerkstatt ein Filmkolleg statt. Referent Matthias Ziegler wird über 12 Abende (immer mittwochs) anhand von Filmausschnitten einführen in die Filmsprache von David Lynch und Quentin Tarantino.
Nächster Termin: 21. Oktober, 19:30 Uhr. Besprochen wird Tarantinos 'Kill Bill 1'(..läuft zweimal: Mo. 19. Oktober, um 20 Uhr und Freitag, 23. Oktober, um 19 Uhr) Der Kinowerkstattverein sponsert diese Veranstaltung, so dass für Interessierte keine Teilnahmegebühr anfällt.
Filmtipp:
Persönlich erlebbar wird das Schicksal iranischer Flüchtlinge in dem atemberaubenden Spielfilm EIN AUGENBLICK FREIHEIT, der beim diesjährigen Max Ophüls-Festival Preisträger war. Um Allen die Möglichkeit zu geben, diesen tollen Film zu sehen, zeigen wir ihn an zwei Terminen: Sa. + So. jeweils um 20 Uhr!
Was passiert, wenn sein Leiter Albrecht Stuby geht, mit Saarbrückens kommunalem Kino, dem Filmhaus? Ende Januar 2010 geht Albrecht Stuby, Leiter des Saarbrücker Filmhauses, in Pension. Die Stadt wird die Stelle im Oktober bundesweit ausschreiben - allerdings scheint sich die Struktur des Filmhauses zu ändern. Saarbrückens Kulturdezernent Erik Schrader erklärt, dass es das Amt für kommunale Filmarbeit in ein paar Jahren nicht mehr geben könnte.
'Limits of Control' - der neue Film von Jim Jarmusch in der Kinowerkstatt!
"Es ist ein Leichtes, sich von Jim-Jarmusch-Filmen bezaubern zu lassen. Ganz Cineasten-Deutschland ist von Jim Jarmusch bezaubert. Ganz Cineasten-Deutschland? Nein, ein kleiner Haufen grimmiger Realisten lässt sich das Nörgeln nicht verbieten: Unverbindliche Spielerei! hört man da: selbstverliebte Filme über selbstverliebte Typen, Outlaw-Koketterien und späthippieske Streicheleinheiten für Selbstreferenzsüchtige. Gelegentlich möchte ich auf die eine oder andere Stimme aus dem kleinen Haufen der Nicht-Bezauberten hören. Nach drei, vier Einstellungen eines neuen Jarmusch-Films habe ich das immer vergessen. Tut mir leid."
Zur Vorbereitung auf "Limits of Control" die phantastische Kritik von Georg Seeßlen....
Den kommenden Jour Fixe am Dienstag, den 7. Juli, wollen wir dazu nutzen, gemeinsam mit interessierten Cineasten nach Saarbrücken ins Kino Achteinhalb zu fahren. Um 19 Uhr spricht Prof. Dr. Patricia Oster-Stierle mit Mathilde Bonnefoy über ihre Arbeit als Cutterin. Im Anschluss läuft "The International", Regie: Tom Tykwer, Schnitt: Mathilde Bonnefoy, danach Diskussion und Umtrunk. Wer rund vier Stunden Zeit mitbringt, ist recht herzlich eingeladen, mitzufahren, Karten für Interessierte sind zu 5,10 Euro bezw. 4,10 Euro reserviert. Wir treffen uns um 18.30 Uhr auf dem Parkplatz hinter der Kinowerkstatt/Juz (St. Ingbert) Mitfahrgelegenheiten werden dann organisiert. Noch ein Hinweis...
Publikumspreis für 'Der rote Punkt' der Japanerin Marie Miyayama!
Beim 5. Festival des deutschen Films auf der Parkinsel in Ludwigshafen vom 18. bis zum 28. Juni d.J. hat 'Der rote Punkt' der Japanerin Marie Miyayama den Publikumspreis gewonnen. Mit 16 Jahren hatte Marie Miyayama ein Kinoerlebnis, das ihre Zukunft maßgeblich beeinflusste: Sie sah das Roadmovie „Alice in den Städten“ von Wim Wenders, die Geschichte eines abgebrannten Journalisten, der mit einem neunjährigen Mädchen durch Deutschland fährt, und war von da an Feuer und Flamme für das deutsche Autorenkino.
Das Festival des deutschen Films vom 18. - 28. Juni 2009
Zum 5. Mal findet in der Metropolregion Rhein-Neckar das Festival des deutschen Films statt. Das Festival des deutschen Films ist ein bisschen anders als die andern. Es liebt mutige Künstler, neugierige Zuschauer und kluge Gespräche. Wie ein Magnet zieht diese in der deutschen Filmlandschaft (wieder) ganz und gar neue Position die Filmautoren, Künstler und Zuschauer an. Eins der Highlights ist die Verleihung des Preises für Schauspielkunst, der dieses Jahr am 21.6. an Hannelore Elsner vergeben wird. Außerdem präsentiert das Festival rund 20 der besten neuen deutschen Filme.
An keinem anderen Ort der Welt überlagern sich Kunst und Kommerz so extrem, wie am Filmfestival von Cannes.
Cannes ist - anders als Hollywood - nicht ein reines Kommerzfilmfestival. Es pflegt den so genannten Autorenfilm.
Und es pflege seit seinen Anfängen eine fruchtbare Hassliebe mit Hollywood. Das behauptet der Filmjournalist Christian Jungen in seinem Buch «Hollywood in Cannes».
Hier die Preise!
Die Mitgliederversammlung des Kinowerkstattvereins zieht positive Bilanz im Hinblick auf das vergangene Jahr 2008 und schaut zuversichtlich und erwartungsvoll in die Zukunft.
Claude Chabrol mit Berlinale-Kamera geehrt - Hommage à Claude Chabrol v. 6. - 9. März in der Kinowerkstatt!
Der französische Regie-Altmeister holte sich in Berlin den Preis für seine Verdienste um die Berlinale ab. Für "Schrei, wenn du kannst" hatte Chabrol einst einen Goldenen Bären gewonnen.
Mit der Berlinale Kamera zeichnen die Filmfestspiele Film-Persönlichkeiten oder Institutionen aus, die sich um die Berlinale verdient gemacht haben. Zuletzt präsentierte Chabrol 2006 einen Film in Berlin - "Geheime Staatsaffären", der als Eröffnungsfilm der diesjährigen 13. Französischen Filmtage in der St. Ingberter Kinowerkstatt gezeigt wird.
Mitreden beim Filmprogramm in der Kinowerkstatt; immer am 1. Dienstag im Monat, 19:30 Uhr, Kinowerkstatt.
Nächster Termin: Dienstag, 3. März, 19:30 Uhr.
Das Saarbrücker Filmfestival Max Ophüls Preis, das vom 26. Januar - 2. Februar 2009 sein 30. Jubiläum feiert, engagiert sich seit seiner Gründung für den jungen deutschsprachigen Film.
Es versteht sich als wichtigstes Forum für die Förderung neuer Talente aus Deutschland, Österreich und der Schweiz und kann für sich beanspruchen, das einzige explizite Nachwuchsfilmfestival im deutschsprachigen Raum zu sein.
Die fetten Jahre sind vorbei - ein Filmzitat als Ohrfeige für einen mutmaßlichen Milliardenbetrüger.
Den Regisseur Hans Weingartner dürfte die Sache freuen: Sein Film "Die fetten Jahre sind vorbei" diente offenbar jemandem in den USA zum Vorbild, der dem mutmaßlichen Milliardenbetrüger Bernie Madoff (Onkel Bernie) eins auswischen wollte. Bernie Madoff wurde eine Statue gestohlen und anschließend wieder zurückgegeben, mit einem Zettel: "Bernie der Schwindler, merke: Gib gestohlenes Eigentum seinen rechtmäßigen Besitzern zurück." Dies in Anlehnung an den deutschen Film "Die fetten Jahre sind vorbei- The Educators".
"Bienvenue chez les Ch`tis": Der sagenhafte Erfolg eines kleinen Films in Frankreich.
Ein beseelter Kinoschwank hat unerwartet in Rekordzeit fertiggebracht, was kostspielige, langjährige Tourismuskampagnen nie hätten bewirken können. Erst Ende Februar angelaufen, haben bisher schon mehr als zwanzig Millionen Franzosen "Bienvenue chez les Ch`tis" gesehen und dabei Tränen gelacht, Tränen geweint und beim Nachspann enthusiastisch geklatscht. Der Film hat sämtliche französischen Kinorekorde gebrochen und den bisherigen Spitzenreiter "Titanic" mit zwanzig Millionen Besuchern überholt.
Junge Cineasten mit Leidenschaft zur Filmkritik können sich ab sofort für die Jury des unabhängigen Berlinale-Preises Dialogue en perspective bewerben. Wer leidenschaftliche Diskussionen rund um den Film liebt und diese auf Französisch und auf Deutsch führen kann, erfüllt das Anforderungsprofil an die Jury.
Staatsminister Bernd Neumann, Beauftragter der Bundesregierung für Kultur und Medien, wird den zweiten Kongress von VISION KINO in Berlin am 3. Dezember eröffnen. Gespräch mit Staatsminister Bernd Neumann zu Film- und Medienkompetenz.
Der Filmkritiker Peter W. Jansen ist nach langer, schwerer Krankheit im Alter von 78 Jahren in seinem Heimatort Gernsbach bei Baden-Baden gestorben. Das teilte der Südwestrundfunk (SWR) am Samstag mit.
Das Filmfestival in Venedig endete mit einem triumphalen Auftritt von Mickey Rourke, der für den Ringerfilm "The Wrestler" den Goldenen Löwen bekam - ein großer Kinomoment, der für vieles bei den Lido-Spielen entschädigte.
"Mehr Qualität, weniger Glamour" - mit diesem Anspruch startet das Filmfestival von Venedig in seine 65. Edition. Elf Tage lang dauert der Kampf um den Goldenen Löwen am Lido.
Jede Tour de France beginnt mit einem Prolog. Welche Ecke Deutschlands wäre dafür geeigneter als das Saarland, das „Tor zu Frankreich“ (glücklicherweise nicht mehr das Einfallstor)? Das gilt nicht nur für die Tour der Radler, sondern auch, ja erst recht für eine historische, kulturelle Tour de France. Und die Französischen Filmtage in St. Ingbert erscheinen als ein besonders gut geeigneter Ort für einen solchen kulturell-historischen Prolog.
Als FILM DES MONATS Februar 2012 zeichnet die Jury der Evangelischen Filmarbeit "Der Junge mit dem Fahrrad" (Belgien/Frankreich/Italien 2012) aus, den neuen Film von Jean-Pierre und Luc Dardenne, der am 9. Februar von Alamode Film (Vertrieb: Die Filmagentinnen) ins Kino kommt. In der Begründung heißt es: "Ein von seinem Vater verlassener Junge findet Zuwendung dort, wo er sie gar nicht erwartet hat, bei einer Fremden (Samantha), deren Menschlichkeit im Kontrast wie aus dem Märchen – oder dem Kino erscheint. Samanthas Fürsorge ist ein elementarer humaner Impuls, dem sie folgt, ohne dass dies psychologisch erklärt wird. Wenn der Film der Verlässlichkeit familiärer Bindungen misstraut, so will er dennoch keine Welt ohne Hoffnung zeichnen."