Programm vom 24. - 27. April 2015!

= Kinowerkstatt = sehen, was läuft!

...aktuell: neu: Spielfilm zum Völkermord in Armenien: "The cut" von Fatih Akin!; "Walaa" von Noemi Schneider, am Freitag zu Gast in der Kinowerkstatt!; Alle unsere Vorstellungen beginnen grundsätzlich 15 Minuten nach der angegebenen Zeit! (außer So. 16 Uhr)



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 Einige der Filme laden Dich zum Träumen ein,
andere zum Weinen und Lachen.
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DARREN ARANOFSKY in Venedig



Zum Kinder- und Familienkino


  Fr.24.4. Sa.25.4. So.26.4. Mo.27.4.

Walaa - Regisseurin zu Gast!

16:30/19:00



The Cut


20:00
20:00
20:00

* Alle unsere Vorstellungen beginnen grundsätzlich 15 Minuten nach der angegebenen Zeit (außer So. 16 Uhr)
Bei Unstimmigkeiten u. ä. bitte Mail an kinowerkstatt@gmx.de schreiben!

  Fr.24.4. Sa.25.4. So.26.4. Mo.27.4.

Walaa

16:30/19:00


 

Kick it Walaa! Regisseurin zu Gast!

ab 
Jahre
ca. 112 min.


Am Freitag, den 24. April, um 16:30 und 19 Uhr stellt die Regisseurin Noemi Schneider ihren Film "Walaa" in der Kinowerkstatt St. Ingbert persönlich vor. Dazu gibt es zusätzliche Vorführungen für Schulen und Sportvereine.

"Israelin, Araberin, Fußballspielerin in der israelischen Liga und in der palästinensischen Nationalmannschaft – wie kann man all das gleichzeitig sein?

"Ich will dir mal was sagen: Ich bin Araberin, Palästinenserin und Israelin, aber zuallererst bin ich ein Mensch", sagt Walaa Hussein und gibt eine ebenso trotzige wie verblüffend simple Antwort, die auch ihr Lebensmotto sein könnte.
Die Geschichte von Walaa ist ungewöhnlich, weil Walaa selbst ungewöhnlich ist. Geboren und aufgewachsen in der Nähe der israelischen Küstenstadt Akko lässt sie sich in kein Schema pressen, unterwirft sich weder dem traditionsorientierten, streng konvervativen Zweig ihrer Familie, der sie in Mädchenkleider stecken und verheiraten will, noch den Schikanen, denen sie an Grenzposten und auf Ämtern ausgesetzt ist.




Noemi Schneider
wurde 1982 in München geboren. Sie studierte an der Hochschule für Fernsehen und Film München Dokumentarfilm und Fernsehpublizistik. Seit 2008 arbeitet sie als Redakteurin und Autorin für Deutschlandradio Kultur in Berlin. Nebenbei schreibt sie Kurzgeschichten, Artikel, Reportagen und Essays, die mehrfach ausgezeichnet wurden. Eine Mitarbeit im Auslandsstudio der ARD führte sie 2011 nach Tel Aviv, seit dem lässt sie der Nahe Osten nicht mehr los.

Mit „Walaa“ ist Regisseurin Noemi Schneider ein unterhaltsames Porträt einer außergewöhnlichen jungen Frau gelungen, das Jugendlichen Mut machen soll, sich für ihre Träume und Ziele einzusetzen.
Noemi Schneider ist auf Einladung der Kinowerkstatt und der Landeszentrale für politische Bildung bei den Vorstellungen zu Gast und wird den Kinobesucherinnen und -besuchern über ihre Eindrücke vom politischen und sozialen Leben in Israel und Palästina, die sie während der Dreharbeiten gesammelt und in ihrem Buch „Kick it Walaa“ festgehalten hat, berichten. 

Auf den ersten Blick wirkt Walaa Hussein nicht wie eine gläubige Muslima: blondierte Haare, kurze Hose, T-Shirt. Die freche „Girlie-Art“ passt so gar nicht ins Bild, das die westliche Welt von arabischen Frauen zeichnet.

Ihre Berufswahl passte auch nicht in das Weltbild von Walaas Mutter, die gedacht hatte, das Fussballspielen mit den Nachbarjungen wäre nur eine Phase, die vorübergeht. Im Laufe der Jahre hat sie diese Hoffnung aufgegeben. Je älter die Sportlerin wird, desto lauter wird aber die Kritik ihres Bruders. Mit 24 Jahren sollte Walaa längst verheiratet sein. Doch statt sich der Tradition zu beugen, lehnt sie Heiratsanträge ab und widmet sich weiter ihrer Leidenschaft, dem runden Leder.

„Walaa hat das Glück, den besten Vater der Welt zu haben“, sagt Autorin Schneider. Das Familienoberhaupt ist selbst ein grosser Fussball-Fan und unterstützt die Leidenschaft seiner Tochter, die mit 15 Jahren für ihren ersten Klub spielte und mit 16 Jahren ein Angebot aus den USA ablehnen musste. Eine Kreuzband- und Meniskusverletzung versetzte dem grossen Traum vom Profi-Fussball einen kleinen Dämpfer.

Der Wunsch, ins Ausland zu gehen, um endlich professionell spielen zu können, ist Walaa geblieben. Deutschland würde ihr gefallen. Dort könnte sie auch ihr Physiotherapie-Studium weiterführen. Doch momentan bleibt nicht viel Zeit, darüber nachzudenken. Drei Mal in der Woche trainiert sie zusätzlich mit dem palästinensischen Nationalteam. Die Qualifikation für die arabische Meisterschaft steht Ende Mai auf dem Programm.

Im U-19-Nationalteam lief die talentierte Dame noch für Israel auf. Doch das Grunddilemma arabischer Staatsbürger machte es ihr schwer: Die Nationalhymne handelt vom Schicksal der Juden. Araber, die Minderheit im Staat, finden sich darin nicht wieder. Nach einem Streit um ihre Einberufung kam es zum Seitenwechsel. Die Entscheidung hätte nicht weniger politisch sein können: „Ich bin Palästinenserin und Israelin. Aber zu allererst bin ich ein Mensch“, sagt Walaa, die immer nur eines wollte: Fussball spielen.

über Walaa Hussein und Noemi Schneider

 

  Fr.24.4. Sa.25.4. So.26.4. Mo.27.4.

The  Cut

  20:00
20:00
 20:00

..nach einer wahren Geschichte!

ab
Jahre
ca. 138 min.


„The Cut“
(Deutschland, Frankreich, Polen, Türkei, Kanada, Russland, Italien 2014 | 138 min)

"The Cut" ist in vielerlei Hinsicht ein besonderer Film in der Karriere von Fatih Akin ("Gegen die Wand", "Soul kitchen") Darsteller: Tahar Rahim, Simon Abkarian, Makram J. Khoury, Hindi Zahra, Kevork Malikyan, Bartu Küçükçağlayan, Trine Dyrholm, Moritz Bleibtreu.

Im Mittelpunkt: Der junge Schmied Nazaret und seine Töchter. Er ist ein angesehenes Mitglied der armenischen Gemeinde in der ostanatolischen Stadt Mardin. Eines Nachts, im Herbst 1915, wird er wie alle armenischen Männer von der türkischen Gendarmerie verhaftet und abgeführt. Er soll ermordet werden. Nachdem es ihm gelingt, den Horror des Völkermordes zu überleben, erreicht ihn Jahre später die Nachricht, dass auch seine Zwillingstöchter am Leben sind. Besessen von dem Gedanken, sie wiederzufinden, folgt er ihren Spuren. Sie führen ihn von den Wüsten Mesopotamiens über Havanna bis in die kargen, einsamen Prärien North Dakotas. Auf seiner Odyssee begegnet er den unterschiedlichsten Menschen.

Die an Schauplätzen rund um die Welt gedrehte Produktion ist Fatih Akin's bislang teuerste. Sie ist auch das Werk, bei dem der Hamburger Regisseur seinem großen Vorbild Martin Scorsese nicht nur filmisch (wie bei seinem Debüt „Kurz und schmerzlos“), sondern auch persönlich ganz nahe kam: Akin holte sich zum einen

Fatih Akin
„'The Cut' ist ein sehr persönlicher Film geworden, der sich inhaltlich mit meinem Gewissen und formal mit meiner Liebe zum Kino auseinandersetzt“, so der Regisseur.
Scorseses früheren Drehbuchschreiber Mardik Martin als Co-Autor an Bord, vor allem aber sah sich der Oscar-Preisträger persönlich eine frühe Rohfassung von „The Cut“ an und gab Akin Hilfestellungen für den weiteren Schnitt. Und schließlich wagt sich der deutsch-türkische Regisseur mit seinem Spielfilm hier an ein ebenso gewichtiges wie umstrittenes Thema: Die in der Türkei über Jahrzehnte systematisch totgeschwiegene Vertreibung und Ermordung Hunderttausender Armenier (einige Historiker sprechen sogar von 1,5 Millionen Opfern) vor genau 100 Jahren während des Ersten Weltkriegs. Was nicht nur in Armenien, sondern auch in Frankreich und vielen anderen Ländern offiziell als Völkermord und jetzt auch in Deutschland eingestuft wird, will Akin unbedingt einer möglichst großen Öffentlichkeit ins Bewusstsein rufen. Seine Wut und sein Mitteilungsdrang sind in „The Cut“ jederzeit spürbar und sorgen dafür, dass sein Film zu einem ungeheuer kraftvollen und eindringlichen Drama über ein viel zu wenig beachtetes Kapitel der Weltgeschichte wird.

Fatih Akin vollendet damit seine mit „Gegen die Wand“ begonnene und mit „Auf der anderen Seite“ fortgesetzte „Liebe, Tod und Teufel“-Trilogie und kommt an den vorläufigen Endpunkt seiner persönlichen Reise vom Intimen zum Epischen. Auch der letzte Teil der Trilogie ist geprägt von Fatih Akins Sicht auf die Welt.


 

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